Vom Dornröschen Thailands – bis hin zur pulsierenden Metropole Bangkok

Vom Dornröschen Thailands – bis hin zur pulsierenden Metropole Bangkok

Im September ging es für mich zusammen mit Thai Airways und dem thailändischem Fremdenverkehrsamt auf einen Fam-Trip nach Thailand. Es war meine erste Reise nach Thailand. Voller Vorfreude und nach dem Zusammentreffen der Gruppe, am Flughafen in Frankfurt konnte die Reise, in das für mich bisher unbekannte Land, starten.

Das ich gleich in den Genuss kommen durfte Business Class zu fliegen, hätte ich mir nicht träumen lassen. Mit separatem Check in Schalter, ohne Wartezeit und Zugang zur Lounge, war das einchecken schnell erledigt und die Zeit bis zum Abflug verging wie im Flug. Die Business Class von Thai Airways ließ keine Wünsche offen, so dass man sich fast wie im eigenen Wohnzimmer fühlte. Die Sitze verfügten über eine individuell verstellbare Kopfstütze, Fußstütze und Rückenlehne. Um zu schlafen gab es die Option, den Sitz in Liegeposition zu stellen. Es gab persönliche Staufächer, Kleiderhaken und ein regulierbares Leselicht. Selbst wenn man nicht schlafen konnte, bot das abwechslungsreiche und breitgefächerte Entertainmentprogramm, mit aktuellen Kinofilmen, Musikalben, TV Sendungen und Reportagen genug Abwechslung, sich die Zeit während des Fluges zu vertreiben. Auch kulinarisch war man bestens versorgt, die hochwertige Menüauswahl bot sowohl europäische, wie auch thailändische Gerichte. Ich wählte die thailändische Variante und konnte mich so schon mal auf die thailändische Küche einstellen.

Nach der Ankunft in Krabi und der Begrüßung unseres englisch sprechenden Guides erfolgte der 3-stündige Transfer zum Hotel Twin Lotus in Nakhon Si Thammarat. Das Twin Lotus Hotel verfügt über einen Außenpool, mehrere Restaurants sowie einer Cocktail-Lounge. Das Hotel hat über 408 klimatisierte Zimmer. Als Zwischenstopp ist das Hotel sehr gut geeignet und wird überwiegend von Tagungsgästen genutzt. Das Hotel verfügt auch über einen separaten Wellnessbereich, in dem ich mir eine Thai-Massage gönnte. Freunde der thailändischen Küche können sich hier auf´s Frühstück freuen, was ausschließlich aus einheimischer Kost besteht. Wirklich lecker! Wer abends außerhalb des Hotels etwas speisen möchte, dem sei der Tesco Supermarkt auf der anderen Straßenseite empfohlen, im oberen Stockwerk des Supermarktes befinden sich Food Stalls, die ebenfalls gutes Thai-Essen anbieten.

Am nächsten Tag erkundeten wir die Provinz Nakhon Si Thammarat, welche sich rund 780 km südlich von Bangkok befindet. Wir besuchten das City Museum, welches 2008 mit dem thailändischen Tourismuspreis ausgezeichnet wurde und erfuhren mehr über die typische Lebensweise, Kultur, Religion und Festivals Nakhon Si Thammarats. Danach besuchten wir den buddhistischen und berühmtesten Tempel der Provinz, den Wat Phra Mahathat. Er wurde bereits bei der Gründung der Stadt erbaut und soll angeblich eine Zahnreliquie des Buddha besitzen. Der Hof ist von einer überdachten Galerie umgeben, die mit Buddha-Statuen und Elefantenköpfen dekoriert ist. Im Inneren befindet sich ein Treppenaufgang, der von mystischen Riesen bewacht wird.

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Nach dem Mittagessen im lokalen Restaurant Chao Rua, welches berühmt ist für seine regionalen Spezialitäten, besuchten wir die Einkaufsstraße Tha Chang, wo man spezifische Souvenirs und Handarbeiten erwerben konnte. Zum Abschluss des Tages hatten wir die Gelegenheit, ein traditionell thailändisches Schattentheater zu besichtigen. Das thailändische Schattenspiel gehört mit zu den ältesten Unterhaltungsformen. Das Schattenspiel wird vor einer großen weißen Leinwand aus Stoff aufgeführt, die an Bambusstöcke gespannt wird und von hinten beleuchtet ist. Die Figuren sind aus Rindsleder gefertigt und haben an den Rückseiten Holzstäbe, an denen der Spieler die Figur hält und führt. Die Schattenfiguren werden ausschließlich von Männern bewegt, da viel Kraft benötigt wird. Passend zur Musik werden die Figuren, zur Handlung, abgestimmt bewegt.

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Nach dem Check out ging es am nächsten Tag weiter in das Dorf Kiriwong, gelegen zwischen den Provinzen Nakhon Si Thamarat und Surat Thani.  Wir besuchten eine alte Dorfgemeinschaft, am Fuße des Berges Khao Luang und hatten die Möglichkeit, einige Dorfbewohner zu besuchen und Ihnen bei Ihrem täglichen Handwerk über die Schultern zu schauen. Es durfte auch selbst Hand angelegt werden, bei der Herstellung von Kleidungsstücken und Taschen, welche durch alles was die Natur so hergibt, gefärbt wurden. Auch die Herstellung von Mangostinseife durften wir hautnah miterleben und auch dort eigenhändig an der Produktion teilhaben. Von der einzigartigen Aussicht der Berge, dem Charme der Dorfbewohner, sowie der unberührten Natur, welches das Dorf umrundet, lies ich mich verzaubern.

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Nach einem erlebnisreichen Tag erfolgte die Weiterfahrt in die Region Khanom – das Dornröschen Thailands. Die Region Khanom liegt abseits der ausgetretenen Touristenpfade an der Ostküste, im Golf von Thailand. Um ganz genau zu sein: Gegenüber von Koh Samui, auf halben Weg zwischen Surat Thani und Nakhon Si Thamarat, eingerahmt von schönen Stränden, Fischerhäfen und mystischen Höhlen. Einsamer als auf Khanoms Straßen ist es nur an den Stränden. Ein Prachtboulevard für Strandspaziergänge bietet der 12 kilometerlange Streifen aus Sand, am Golf von Siam. Khanom, das Dornröschen Thailands, was darauf wartet wach geküsst zu werden. Im Vergleich zu Koh Samui und Phuket wirkt Khanom wie die schüchterne Schönheit vom Lande. Wer sie entdeckt wird sich verlieben. Große Hotelketten haben sich hier noch nicht angesiedelt. Khanom hat zwar keine aufregende City, aber unberührte, einsame Strände. Das alltägliche Leben, der Einheimischen, bietet viel Abwechslung. Man erreicht Khanom in 45 Minuten von dem Flughafen Surat Thani oder nach 90 minütiger Fährfahrt von Koh Samui.

Wir checkten ein im Racha Kiri Resort und Spa. Das Resort, im luxuriösen Stil, überzeugt durch seine traumhafte Lage und seinem sehr freundlichen und hilfsbereitem Personal. Das Hotel ist auch sehr beliebt bei Honeymoonern. Aus den Villen, vom Pool und vom Restaurant, hat man einen herrlichen Blick, auf die Bucht. Wer einen Ort der Ruhe sucht und es typisch thailändisches mag ist hier genau richtig. Wer es lieber modern mag, ist im Avaa Resort bestens aufgehoben, ein junges Resort, das ganz dem modernen Zeitgeist angepasst ist. Am nächsten Morgen ging es zum Hafen von Khanom und wir brachen auf, zu einer Bootstour um in der Taled Bucht rosa Delfine zu beobachten. Die rosa Delfine breiten sich zwischen Südafrika, Nordaustralien und Südchina aus. Die Tiere kommen dunkelgrau gefärbt auf die Welt und verändern anschließend ihren Teint – von weiß (Australien) über rosa (Thailand), bis zu helleren Graustufen (Südafrika). Leider meinten diese es nicht so gut mit uns, sodass wir außer ein paar rosa Flossen keine Delfine zu Gesicht bekamen. Weiter ging es zur Insel Nui und zum Pancake-Felsen. Nach der Beendigung der Bootsfahrt hatten wir die Möglichkeit einen Mangrovenbaum zu pflanzen. Im Anschluss besichtigten wir die Khao Wang Thong Höhle. Angeblich, 150 Meter lang, führt der Weg in den Berg. Eine gute Ausdauer ist hier ein absolutes Muss. Der Sauerstoff wird an einigen Stellen sehr knapp und die Luftfeuchtigkeit ist unheimlich hoch. Auch in der Hocke war es stellenweise nur möglich einige Passagen zu durchqueren. Im letzten begehbaren Abschnitt eröffnet sich, in einem riesigen Saal, die Schönheit dieser Höhle. Ein riesiger Raum mit unzähligen Tropfsteinformationen. Einfach nur beeindruckend!

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Am nächsten Tag ging es weiter in den Khao Sok Nationalpark. Nach einer dreistündigen Autofahrt erkundeten wir, bei einer Kanutour, den Regenwald. Die Kalksteingebirgszüge verleihen dem Park eine geheimnisvolle Atmosphäre, welche einen sofort in den Bann zieht. Natürliche Wasserfälle und dunkle Höhlen machen den Besuch zu einem einmaligen Erlebnis. Wer auf Abenteuer steht ist hier bestens aufgehoben. Egal ob eine Trekking Tour durch den Dschungel, Nachtwanderungen, das beobachten von einheimischen Tieren oder das Übernachten in Zelten, hier findet jeder sein Abenteuer! Leider war das Wetter an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Wir mussten gegen Ende des Tages regelrecht vor den dunklen Regenwolken fliehen. Am nächsten Tag brachen wir auf, in die Provinz Surat Thani, um den Tempel Wat Phra Borom That Chaiya zu besichtigen. Ein Tempel aus dem 8 Jahrhundert, welcher durch indonesische Einflüsse geprägt ist. Entlang des Innenhofes findet man mehrere Skulpturen und Buddha-Statuen. Diese Pagode soll vor über 1.200 Jahren errichtet worden sein.

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Am Abend erfolgte der Weiterflug nach Bangkok, wo wir im Pathumwan Princess Hotel eincheckten. Das Hotel befindet sich direkt neben dem MBK Einkaufszentrum, gegenüber dem Siam Platz. Das Pathumwan Princess verfügt über 5 Restaurants und einem wunderschönen Außenpool, direkt auf dem Dach. Mein Zimmer befand sich im 17. Stock, mit einem atemberaubenden Blick, über die Skyline von Bangkok. Die geräumigen Zimmer, ausgestattet mit wunderschönem Holzfußboden, bodentiefen Fenstern und einem modernes Glas-Badezimmer, boten einen Panoramablick, auf die Skyline der Stadt. Den Abend ließen wir in der Studio Bar, die mit Jazz und Cocktails lockte, ausklingen.

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Der letzte Tag stand zur freien Verfügung. Wir hatten die Möglichkeit, die pulsierende Metropole, selbst zu erkunden. Bangkok ist ziemlich chaotisch. Viel Lärm und Verkehr, aber die Stadt hat noch so viel mehr zu bieten. Wir hatten uns entschlossen die Khaosan Road zu besichtigen, um noch einige Souvenirs zu kaufen. Wir machten uns mit dem Tuk Tuk auf den Weg, nach dem wir einen vernünftigen Preis mit dem Fahrer ausgehandelt hatten. Was man vorfindet sind unzählige Kneipen, Bars, Unterkünfte und Stände, auf engstem Raum. Der Tag verging wie im Flug und so vergaßen wir beim Bummeln die Zeit. Ein Tag war viel zu kurz, um diese wunderschöne und beeindruckende Stadt, die niemals schläft, kennenzulernen. Sie bietet vieles mehr und deshalb war es auch nicht meine letzte Reise, in die pulsierende Metropole. Am Abend ging es schweren Herzens zum Flughafen Suvarnabhumi. Im Gepäck hatte ich wunderschöne Erlebnisse und Eindrücke. Es waren so viele Momente, die mich fasziniert und begeistert hatten. Thailand zieht einfach jeden in seinen Bann und so wird auch meine nächste Reise, in dieses wundervolle Land, nicht lange auf sich warten lassen!


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