Unerwartet vielseitig – Nadines Big 5 auf Sri Lanka

Unerwartet vielseitig – Nadines Big 5 auf Sri Lanka

Das erste Mal Qatar Airways, das erste Mal Sri Lanka, das erste Mal eine Gruppe begleitet – meine Sri Lanka Reise 2017 war eine Reise der Premieren und geprägt von fünf persönlichen Highlights.

Erwartet hatte ich zu dem Zeitpunkt nicht viel, denn ich hatte mich absichtlich wenig mit Sri Lanka beschäftigt vor meinem Abflug  – dieses Mal wollte ich, genau wie unsere Minigruppen-Reisenden, mit denen ich zwei Wochen unterwegs war, das Land aus der Sicht eines Sri Lanka-Neulings erkunden, um zu testen, ob die Struktur und die Route unserer Minigruppenrundreise Sri Lanka wirklich gut durchdacht und auch zeitlich perfekt geplant wurde.

Allein das war schon sehr ungewohnt, mich einmal ohne vorheriges Reiseführer-Wälzen und genaueren Rücksprachen mit meinen Kollegen aus der Länderabteilung, in ein neues Land zu begeben und dort mit „Urlaubern“ das Land zu entdecken. Umso gespannter war ich natürlich, was mich erwartet.

Mein Flug über Doha nach Colombo

Doch erst einmal auf Anfang. Mit dem Zug ging es nach Frankfurt (Main), von wo aus unsere Maschine der Qatar Airways gen Osten starten sollte. Auch hier war ich ein wenig gespannt, denn schon lange wollte ich mal die mehrfach zur weltbesten Airline gekürte Qatar Airways im Selbsttest ausprobieren. Die Stunden sind wirklich wie im Flug vergangen – ein gutes Buch und eine traumhafte Aussicht auf die unterschiedlichsten Wolkenbilder, Berge und hell erleuchteten Städte lassen die Zeit buchstäblich vorbeifliegen. Nach nicht einmal zwei Stunden Aufenthalt am Flughafen in Doha ging es dann weiter nach Colombo, wo wir sehr lieb von unserem Reiseleiter direkt in der Empfangshalle des Flughafens empfangen wurden.

Colombo, Negombo

Nach der kurzen Begrüßung ging es im klimatisierten Kleinbus direkt nach Negombo, wo wir uns heute noch den Hafen anschauten, in dem farbenprächtige, kleine Holzboote angelegt haben, bereit für den nächsten Fang. Vorbei an den Überresten des holländischen Forts ging es zum Fischmarkt, auf dem wir das erste Mal mit Einheimischen in Berührung kamen. Nicht nur die Händler boten hier Ihre Waren feil, durch die Lage direkt am Strand konnten wir den Fischern bei deren Arbeit zuschauen. Schwere Körbe mit Kleinstfischen wurden aus dem Meer getragen, hunderte Fische lagen zum Trocknen in der prallen Sonne und Kisten wurden verpackt für den Export innerhalb Asiens und nach Europa. Schnell findet man hier jemanden, der Interessierten den Fischfang und die weitere Verarbeitung erklärt und die einzelnen Stationen zeigt. Gegen ein kleines Entgelt erfährt man alles Wissenswerte.

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Am Nachmittag stand für mich ein Besuch in unserem Partnerbüro in Colombo an. An sich nur eine etwa 60-90minütige Fahrt, doch der plötzlich einsetzende, monsunartige Regen setze innerhalb weniger Minuten Teile der zwei-bis dreispurigen Fahrbahnen unter Wasser, sodass wir geschlagene drei Stunden brauchten. Colombo wirkte chaotisch auf mich, was zum großen Teil an dem wirklich schlechten Wetter und andererseits an der Feierabendzeit gelegen hat. Da blieb nach Ankunft im Büro nicht mehr viel Zeit neben einer kurzen Führung durch das mehrstöckige Gebäude und einem Gespräch bei Gebäck und echtem Sri Lanka-Tee.

Nach einer ersten Nacht in Negombo führte uns der zweite Tag unserer Sri Lanka Reise erst einmal zu weiteren Höhepunkten der Stadt – auch wenn ich in dem Moment schon fasziniert war vom charmanten Treiben in den Straßen, den Ausmaßen der St. Marys Church – war es rückblickend nicht zu vergleichen mit den Ausflügen, die mich in den kommenden Tagen noch erwarten sollten.

Dambulla

Es gab fünf persönliche Höhepunkte für mich während dieser Reise – der Aufenthalt in Dambulla sorgte für Nummer 1-3. Nach einem Halt am Ethugala Rock fuhren wir weiter nach Dambulla ins Herz Sri Lankas. Schon auf dem Weg dorthin begegnete uns das erste „Achtung Elefanten“-Schild am Straßenrand. Die ganze Zeit hab ich mir die Nase am Fenster plattgedrückt, immer mit der Kamera in der Hand – in der Hoffnung, einen der frei lebenden Dickhäutern vor die Linse zu bekommen. Die Spannung wuchs mit jedem Kilometer, dem wir uns Dambulla näherten, denn auch die Wahrscheinlichkeit welche zu sehen, wurde immer höher, je näher wir uns dem Nationalpark näherten. Doch leider blieb mir der Blick an diesem Tag verwehrt.

Highlight 1 von 5: Das Raringiri Dambulla Resort

Ich habe mit keiner Silbe ein so reizendes Hotel erwartet, als wir uns langsam der Toreinfahrt näherten. Bis zum Schluss war ich skeptisch, denn der Großteil des Hotels besteht aus Zelten. Mit einem halboffenen Restaurant, einem Pool mit Liegewiese und einem organischen Garten ausgestattet, ist das kleine Raringiri Dambulla Resort ein wahres Paradies, in dem man sich, nach spannenden Tagen in der Umgebung von Dambulla, perfekt erholen kann.

Das Wetter am Ankunftstag war perfekt, es war kurz nach Mittag – also konnten wir den restlichen Tag am Pool genießen.

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Am kommenden Tag wurde es aktiv, bereits am Morgen brachen wir zu einer Fahrradtour auf, die uns zu den Dambulla Caves führen sollte. Nach etwa 20 Minuten Fahrt entlang der wenig befahrenen Hauptstraße und einem holprigen Seitenweg erreichten wir den Parkplatz, von wo es zu Fuß mehrere Treppen nach oben ging. „Bewaffnet“ mit der Kamera erklommen wir den Hügel und konnten unterwegs schon traumhafte Aussichten auf die Umgebung Dambullas werfen – Grün soweit das Auge reicht. Und dann kam die erste Horde niedlicher Affen um die Ecke, die sollten uns noch während dem gesamten Besuch der Höhlen begleiten. Vier buddhistische Höhlen und eine hinduistische Höhle wurden hier in einen Felsen gebaut. Jede ein wenig anders, eine größer, eine kleiner, aber jede der vier mit Buddhastatuen gespickt. Wichtig zu beachten ist beim Besuch der Dambulla Caves, dass man keine Selfies mit dem Rücken zu den Buddhas macht – darauf droht Geld- und sogar Haftstrafe, nicht nur für den Verursacher, sondern auch für die Reiseleiter, die den Reisenden begleiten. Auch den heutigen Nachmittag könnten wir nach noch einem Besuch am Megalithical Cemetary im Resort genießen.

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Highlight 2 von 5: Der Sigiriya Felsen

Niemand will im Urlaub hören, dass er 5.30 Uhr oder noch eher aufstehen muss, aber für den morgendlichen Besuch am Sigiriya Felsen – als nahezu einzige Touristen – ist es das schon wert. Bereits 6.20 Uhr erwartete uns der Bus, der uns zu einer der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Sri Lankas, und einem meiner fünf Highlights, führen sollte. Noch vor der Öffnung des Ticketschalters 7.00 Uhr waren wir da, als erste Besucher des Tages. Kühle Morgenluft, leere Treppen, die uns schnell zum Gipfel brachten, und eine Ruhe, die man hier sonst nicht genießen kann, säumten unseren Weg. Am Anfang war ich geschockt, als von fast 2000 Stufen die Rede war, die es entlang dem Felsen nach oben geht – einige vor Ewigkeiten in den Fels geschlagen, andere mit Stahlgerüsten ergänzt. Auch der Weg bis zu den Wolkenmädchen – DER Attraktion schlechthin auf dem Weg zum Palast auf dem Gipfel, zog sich über steile Felsentreppen. Dort angekommen, wurden wir informiert, dass Fotos von diesen besonderen Wandmalereien verboten sind und bestraft werden. Ein „Aufpasser“ saß die gesamte Zeit an seinem Platz und beobachtete die Besucher. Und so ging es anschließend weiter entlang der Spiegelwand bis zu den nächsten Stufen. Aber als wir an den Überresten der einstigen Löwenstatue ankamen, die den letzten Teil des Aufstiegs markierte, stieg die Motivation, denn der Gipfel war in Sicht. Ganz oben angekommen, hatten wir den Gipfel mitsamt den Grundrissen des einstigen Palastes nun für uns – das war den Morgensport, den uns der Aufstieg verursachte, allemal wert. Geduldig erklärte uns der Reiseleiter gefühlt jeden einzelnen Raum des riesigen Palastes, besonders beeindruckend war der noch vorhandene Steinthron, mit Blick auf den ehemaligen „Ballsaal“.  Über eine Stunde sind wir auf den Spuren des Königs Kasyapa gewandert, haben viel gesehen und die zauberhafte Aussicht fernab des Felsens genossen.

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Highlight 3 von 5: Elefanten pur im Minneriya Nationalpark

Der Nachmittag des gleichen Tages stand im Zeichen der Natur und der lang ersehnten Elefanten. Versprochen wurden uns 70-100 Elefanten von unserem Reiseleiter, gesehen haben wir im Endeffekt mehr als 120. Die ersten Minuten im offenen Jeep führten uns zu einem Wasserloch, einem der beliebtesten Treffpunkte der Dickhäuter – doch keine einziger war in Sicht. Leicht deprimiert setzen wir unseren Weg fort und nach weiteren Minuten, die einem vor Neugier wie Ewigkeiten vorkamen, entdeckten wir das erste kleine Grüppchen Elefanten. Nur fünf Tiere standen zusammen abseits der Wege und genossen den Nachmittag. Spätestens jetzt hab ich nach jeder Kurve mit neuen Elefanten gerechnet, immer die Augen offen gehalten und gesucht – zwischen dem grünen Dickicht der Wälder, am anderen Ufer der Seen… und da war er, nur wenige Meter von uns entfernt. Einen stolzeren Elefantenbullen habe ich nie gesehen – mit riesigen Stoßzähnen schlenderte er in gemütlichem Tempo zwischen den Jeeps entlang und machte damit jedem Hobbyfotografen die größte Freude – denn wir konnten nicht aufhören zu fotografieren. So nah an einem nahezu wild lebenden Elefanten – ein unfassbar schöner Moment. Und um es auf die Spitze zu treiben – und auch noch den letzten Besucher vollends zu begeistern, verweilte er an einem Wasserloch und sorge für zahlreiche Wasserfontänen, mit denen er sich abkühlte und wir unsere Finger kaum noch vom Auslöser nehmen konnten.

Der Jeep setze seine wackelige Fahrt, die im Nachhinein für den einen oder anderen blauen Fleck gesorgt hatte, weiter fort und hinter der nächsten Kurve, am nächsten Wasserloch, erwartete uns eine riesige Herde von sicher 60-70 Elefanten. Ganz ungeniert haben die Tiere gefressen und sich auch von den Besuchern nicht stören lassen. Hunderte Fotos später ging es zurück zum Raringiri Dambulla Resort für eine weitere Nacht im kleinen Paradies.

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Knuckles Mountain Range und Gewürzgarten

Bei unserer Fahrt von Dambulla nach Kandy wurde es unterwegs schon aktiv – eine etwa zweistündige Wanderung durch die Knuckles Mountain Range führte uns vorbei an Reisfeldern, die von den fleißigen Bauern bestellt wurden. Auch durch das tropische Dickicht führte der Pfad, vorbei an einem kleinen Grundstück mit zwei einfachen Holzhäusern, wo wir einen der hier wachsenden kleinen, rosafarbenen Rosenäpfel probieren konnten.  Über eine lange Hängebrücke führte uns der Weg, von der aus wir einen der großen Warane im Wasser beobachten konnten.

Auch das Nationaltier, das Sri Lanka Riesenhörnchen, haben wir unterwegs in freier Natur gesichtet, ebenso wie große farbenfrohe Schmetterlinge und Vögel.

Der anschließende Halt in einem Gemüsegarten mit Mittagessen war nicht nur informativ, sondern auch noch köstlich. Frisch zubereitetes Curry und verschiedene weitere Speisen fanden den Weg auf unseren Tisch und waren damit eine perfekte Stärkung nach der Wanderung.

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Kandy – Zahntempel

In Kandy hatten wir nur wenig Zeit, weswegen mich die Stadt wohl nicht so sehr begeistert hat. Wir sind am Abend in Kandy eingetroffen und haben eine traditionelle Tanzvorführung angeschaut, in der in elf wirklich unterschiedlichen Darstellungen die Erntedanktänze, die Feierlichkeits- und Hochzeitstänze dargestellt wurden. Riesige, bunte Masken, Trommeln und Feuern sorgten für Abwechslung. Bei dem Besuch des heiligen Zahntempels im Anschluss ging es wesentlich gediegener und ruhiger zu, so durften wir bei der Zeremonie im Zahntempel, während der die kleine Holztür, durch die man aus der Ferne einen Blick auf die Schatulle mit dem vermeintlichen Zahn Buddhas werfen konnte, teilnehmen. Nur zehn Minuten wird diese Tür geöffnet, daher herrscht reges Treiben an den Schlangen, an den Opfertischen und auf den Treppen – ein echtes Erlebnis, das den Tag gekonnt abrundete.

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Highlight 4 von 5: Zugfahrt durch das Hochland

Ein Highlight jagte das andere, es gab während der einwöchigen Rundreise, die dem Badeaufenthalt vorausging, kaum einen Tag, an dem ich am Abend nicht lächelnd meine gemachten Fotos noch einmal durchschaute. So viele Eindrücke, in so kurzer Zeit…

Auch heute hieß es zeitig aufstehen, denn bereits 8.45 Uhr verließ der Zug Kandy und nahm Fahrt in Richtung Nanu Oya auf. Aber auf diesen Programmpunkt freute ich mich besonders. Trotz der erste Klasse Tickets im Zug, die uns einen gepolsterten Sitz am Fenster in einem Wagon mit Klimaanlage und verstellbaren Sitzlehnen verschafften, saß ich von der etwa vierstündigen Fahrt wohl nicht mal 30 Minuten auf meinem Platz 🙂

Erst ging es gemeinsam mit dem Reiseleiter in die Waggons der zweiten und dritten Klasse, die sich schon sehr von der ersten Klasse unterscheiden, aber dennoch einen ganz eigenen Charme haben. So ist die dritte Klasse zwar sehr einfach, es gibt keine Klimaanlage oder gepolsterte Sitze, dafür herrscht hier eine ganz andere Stimmung. Die Einheimischen sind unter sich, und so gibt es hier eine Theke, an der man Getränke oder Snacks erstehen konnte (gibt es in der ersten Klasse so nicht) und in unserem Fall, Musik von einer „Band“, die sich scheinbar spontan zusammengefunden hat und Musik machte.

Die Aussicht auf vorbeiziehende Teeplantagen, Bergketten und kleine Städte, die sich zwischen all dem angesiedelt haben, bestaunte ich zwar im Sitzen, aber keineswegs auf meinem Platz. Während der Zugfahrt bleiben die Einstiegstüren komplett auf, sodass man sich direkt auf den Tritt setzen kann und mit heraushängenden Beinen traumhafte Erinnerungsfotos machen kann – und genau das hab ich die komplette restliche Zeit der idyllischen Zugfahrt getan. Bei der Einfahrt in die kleinen Bahnhöfe kann man die Menschen beobachten, einheimischen Verkäufer laufen entlang der Fenster und bieten Snacks zum Verkauf an – eine Zugfahrt in Sri Lanka, und speziell diese zwischen Kandy und Nany Oya ist ein absolutes Muss für Sri Lanka Reisende.

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Passekudah – Strandwoche

Die Fahrt von Bandarawela, wo wir die letzte Nacht verbracht hatten, an den Sandstrand von Passekudah dauerte etwa fünf Stunden und wand sich teilweise die bergigen Straßen hinunter. Wunderschöne Aussichten auf die umliegenden Täler konnten wir während der Pausen werfen und beobachten, wie die tief hängenden Wolken uns nach und nach komplett die Sicht versperrten.

Im Uga Bay Resort angekommen, war ich wirklich überrascht. Das Hotel sah „in echt“ noch besser aus als auf den Fotos, die man im Internet findet. Eine wirklich wunderschön gepflegte Anlage mit mehreren zweistöckigen Gebäuden, in denen sich die großen, komfortablen Zimmer verteilen. Dunkle Holzfußböden, großzügige moderne Bäder mit Walk-in-Duschen und Balkone/Terrassen mit Blick in Richtung Meer sind nur einige der Vorzüge. Die kommenden sieben Tage standen für mich und die Gruppe im Zeichen der Erholung. Wunderschön am breiten Sandstrand gelegen, ist das 5-Sterne Uga Bay eine ideale Adresse für Ruhesuchende, die auf westlichen Komfort gepaart mit traditionellem Charme nicht verzichten wollen. Unterbrochen wurde das Sonnenbaden lediglich von einem zweistündigen Schnorchelausflug zu einem der vorgelagerten Riffe. Mit Taucherbrille und Schnorchel bewaffnet, konnten wir die verschiedensten Fische beobachten.

Während die Gruppe am Strand die Seele baumeln ließ, war für mich ein Abstecher nach Trincomalee und ein ganzer Tag in Passekudah geplant, während denen ich mir dort die Hotels anschauen konnte. Und nach dem Besuch in nahezu allen Hotels am Sandstrand von Passekudah kann ich mit Sicherheit sagen, dass das Uga Bay Resort zu einem der schönsten dieses Strandabschnitts gehört.

Leider geht auch die erholsamste Woche einmal zu Ende, und so haben wir uns nach sieben Tagen auf den Rückweg zur Ostküste gemacht. Unterwegs stand dann aber spontan noch ein Stopp in der alten Königsstadt Polonnaruwa an.

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Highlight 5 von 5: Alte Königsstadt Polannaruwa

Wie alle der bekannten Sehenswürdigkeiten in Sri Lanka, so gehört auch Polannaruwa zu den teuren Höhepunkten. Der Eintritt kostete mich 38 USD, dafür konnte ich mich jedoch ganz frei auf dem Gelände bewegen und mir jedes Bauwerk, jede Ruine genau und solange ich wollte anschauen. Seit 1982 gehört der gesamte Park um Polonnaruwa zum UNESCO Weltkulturerbe, und wie ich finde auch vollkommen zurecht. Wunderschöne Bauten – teils leider nur noch Ruinen und Grundmauern, müssen hier vom 11.-13. Jahrhundert gestanden haben. Wir haben uns natürlich als erstes den einstigen Königspalast angeschaut und auch wenn man nur noch die blanken Mauern erkennen kann, geht ein besonderer Zauber von ihm aus, weiß man doch, das hier der einstige Herrscher Sri Lankas gelebt hat. In manchen Ecken und Nischen konnten wir tatsächlich noch jahrhundertealte Stuckreliefs sehen. Besonders beeindruckend war auch die direkt daneben liegende Council Chamber, der Ort, an dem man sich einst mit den Ministern traf. Heute kann über einige Stufen das Plateau erreicht werden, auf dem noch immer Pfeiler von der einstigen Pracht zeugen, viele kleine Reliefs sind sowohl an den Pfeilern als auch an dem Plateau selbst zu erkennen.

Besucht haben wir außerdem noch die Quadrangle mit dem wunderschönen Rundbau, den man über eine der vier Treppen erreichen kann – das besondere sind allerdings die vier uralten Buddha-Statuen, die man schon beim Betreten der Treppe erkennen kann. Viele weitere Gebäude gehören noch zur alten Königsstadt, ebenso wie der Felsentempel. Für diese besonderen Highlights sollte man einen ganzen Tag einplanen, denn es gibt hinter jeder Ecke etwas zu entdecken.

Nach einer Zwischenübernachtung in meinem „Lieblingshotel“ Raringiri Dambulla Resort ging es am kommenden Nachmittag zurück zum Flughafen Colombo. An Bord der Qatar Airways ging es wieder zurück nach Frankfurt (Main), doch die Stunden bis dahin konnte ich mir mit den neuesten Kinofilmen vertreiben und meinen fast 2000 Fotos von der Reise, die ich mir alle noch einmal anschaute 🙂

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Mein Fazit von meiner ersten Sri Lanka Reise

Auch wenn Sri Lanka bis dahin nie auf meiner Bucket List stand und ich privat sicher nicht so schnell dorthin gereist wäre, kann ich heute ganz ehrlich sagen, dass mich die kleine Insel überrascht hat. Ich bin zurückgekommen mit traumhaften Fotos und wundervollen Erinnerungen. Und kann beruhigt sagen „Ich würde Sri Lanka jedem weiterempfehlen!“ – denn egal ob Strandurlauber, Kulturliebhaber oder Natur- und Tierfreund, so klein die Insel ist, so vielfältig ist sie auch.

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