Thailands unbekannter Nordosten und Schmuckstück Luang Prabang

Thailands unbekannter Nordosten und Schmuckstück Luang Prabang

Ende Juni ging es am Frankfurter Flughafen in Richtung Bangkok. Ich musste zusehen dass ich meinen Flug schaffe, da die Sicherheitskontrolle völlig voll war und die Beamten beinahe überfordert wirkten. Es hat dann aber zum Glück alles geklappt und ich war froh, als ich endlich in der Maschine von Thai Airways saß. An Bord des Fluges ließ ich mich mit thailändischem Essen verwöhnen und nutzte die tollen Spielfilme an Bord. Die Zeit bis Bangkok verging wie im Flug.

Der Aufenthalt in Bangkok war zunächst sehr kurz, es ging mit der Thai Smile direkt weiter nach Udon Thani, der Tochterfluggesellschaft von Thai Airways. In Udon Thani angekommen ging es in das Dorf Baan Chiang. Ein kleines, charmantes Dorf mit vielen Teakholzhäusern und einem großen Museum. Dort gab es viele Informationen zu prähistorischen Siedlungen und deren Geschichte.Ziemlich erschöpft von der langen Anreise, fielen wir dann aber erst einmal alle in unser Bett.

Thailand/Baan-Chiang-Dorf

Am nächsten Tag besuchten wir den Phu Phra Historical Park. Er lag mitten im Wald und hat zahlreiche alte Ruinen, die teilweise ziemlich skurril aussahen. Ich war beeindruckt und zugleich fasziniert, sowas hätte ich in Thailand nicht erwartet.
Nun entwickelte sich schon ein ganz anderes Bild von Thailand in meinem Kopf.

Thailand/Phu-Phra-bath-Historical-Park

Thailand/Phu-Phra-bath-Historical-Park

 

 

 

 

 

 

 

 

Später fuhren wir weiter Richtung Chiang Khan, die charmante Stadt liegt direkt neben dem Mekong, auf der anderen Seite des Flusses befindet sich schon Laos. Chiang Khan ist eine wunderschöne, kleine lange Straße, zumindest hatte ich diesen Eindruck. Auf dieser kleinen Straße spielte sich aber irgendwie alles ab. Es gab viele kleine Verkaufsstände und Restaurants wo überall die Fußball WM übertragen wurde. Also setzten wir uns dazu und schauten das Spiel Deutschland gegen Südkorea.

Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Dan Sai. Unterwegs hielten wir für einen Besuch in Phrae. Die Stadt ist vollgepackt mit traditioneller thailändischer Architektur in Form von schönen Teakholzhäusern, ruhigen Gassen sowie mehreren großen Villen aus Teakholz aus der Kolonialzeit. Eine dieser alten Villen schauten wir uns auch von innen an. Ich war überrascht, sowas hatte ich vorher auch nicht mit Thailand in Verbindung gebracht. Am Abend erreichten wir dann endlich Nan, wo uns am nächsten Morgen eine lustige Fahrradtour erwartete.

So radelten wir durch die verschlafene Stadt und entdeckten Gebäude, die zum Teil noch aus der alten Lanna-Zeit stammen. Es standen Besuche in verschiedenen Wats, was in den buddhistischen Ländern religiöse Gebäudekomplexe sind, auf dem Plan, aber auch Museen und die Schule des Ortes. Nan hat mir richtig gut gefallen, es war einfach der komplette Gegensatz zu Orten wie Bangkok.

Den Tag schlossen wir am Wat Phra That ab. Uns bot sich eine tolle Panoramaaussicht über die Stadt, welche durch den Sonnenuntergang hinter uns noch verschönert wurde.

Panorama-Wat Phra That

Am heutigen Tag wartete Laos auf uns. Nach etwas mehr als einer Stunde hatten wir die Grenze überquert und hier ging es auch direkt weiter – in ein Elephant Conservation Center. Der Weg dorthin war sehr holprig und wackelig, die Straßen sind nicht sehr gut. Die Einreise nach Laos auf dem Landweg würde ich nicht empfehlen. Nun aber zum Elephant Conservation center, hier wurde uns gezeigt, welche Maßnahmen ergriffen werden, wie der vom Aussterben bedrohte asiatische Elefant geschützt wird.

Elephant-ConservationGrenzübergang_zu_Laos

 

 

 

 

 

 

Dieses Programm besteht seit 2011, wird zum größten Teil vom Ökotourismus finanziert und hat ein familiäres Umfeld geschaffen, in dem das Wohlergehen der Dickhäuter im Vordergrund steht. Als wir dort ankamen, waren die beiden Elefanten gerade baden, es war ein wunderschöner Anblick, die Tiere sahen richtig glücklich aus. Mit einem schönen Gefühl fuhren wir späten Nachmittag weiter nach Luang Prabang – dem bereits letzten Ziel der Reise.

Wir erkundeten die alte Hauptstadt während einer halbtägigen Fahrradtour am nächsten Morgen. Wider vieler Erwartungen, sind die Straßen ruhig und verschlafen, deshalb ideal zum Radfahren.

Der erste Halt war der ehemalige Königspalast, der heute Nationalmuseum ist und eine tolle Einführung in die Geschichte Luang Parabangs bietet. Hier konnte ich mir erstmal einen Überblick von dem noch so fremden Laos verschaffen. Natürlich gehören Tempelkomplexe auch zur Besichtigung und so schlängelten wir uns durch die Straßen zum Wat Mai und Wat Visoun. In den ruhigeren Seitenstraßen konnten wir Holzhäuser, üppige tropische Gärten, Schulen und auch Mönche in ihren typischen orangenen Gewändern entdecken. Immer entlang des Nam Khan legten wir Stopps ein, um die Landschaft und die fernen Berge in Fotos festzuhalten. Das war der Moment, als ich mich in Luang Prabang verliebte.

Fahrrad-durch-Luang2

Fahrrad-durch-Luanag

 

 

 

 

 

 

 

Die letzte Station bildete der Wat Xieng Thong, der meist verehrteste und gleichzeitig älteste Tempel der Stadt. Er ist bedeckt mit kunstvollen Schnitzereien und Mosaiken, was man an keinem anderen im Land findet.

Der Abend wurde mit einer Vorführung der ältesten Tradition Laos abgerundet – der Baci-Zeremonie. Diese wird eigentlich nur zu Großveranstaltungen wie Hochzeiten oder Geburten aufgeführt, doch wir durften heute ein Teil davon sein. Es war wunderschön!

Am Morgen wartete eine Bootsfahrt auf uns. Wir fuhren flussaufwärts zu einem Tempelschrein, der sich 16km nördlich auf einer abgelegenen Insel befindet. Nach den Besichtigungen erkundeten wir die Pak Ou Höhlen. Vollgestopft mit Buddhastatuen in allen Größen und Formen, dienen diese uralten Schreine seit langem als Pilgerstätte.

Pak-Ou-HöhlenFlussbild Laos

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Nachmittag lernten wir noch das ländliche Luang Prabang kennen. Mit dem Tuk Tuk ging es am Mekong entlang, vorbei an Tempeln, lokalen Dörfern und malerischen Landschaften, bis wir letztendlich wieder im Hotel ankamen und den Abend gemütlich in einem Restaurant ausklingen ließen.

Der vorletzte Tag ist angebrochen – und mit ihm eine Morgentour für Frühaufsteher. Noch vor Sonnenaufgang startete diese, um die Mönche beim Sammeln von Almosen und Opfergaben beobachten und selbst mitmachen zu können. Danach fühlt man sich, als hätte man was unglaublich Gutes getan und geht viel positiver in den neuen Tag.

Almosen-Moenche in Laos

Nach dem wohlverdienten Frühstück konnten wir den Tag ganz nach unseren Wünschen gestalten. Am Abend ging es allerdings schon wieder nach Bangkok zurück und die Reise näherte sich dem Ende zu. Vorerst, denn in Bangkok erwartete uns noch eine abendliche Tuk Tuk Tour durch Bangkok, vorbei an den bekanntesten Sehenswürdigkeiten die am Abend hell leuchteten. Vollgepackt mit Eindrücken fielen wir alle ins Bett.


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