Nadines Laos Abenteuer Part III mit Stopp in Singapur

Nadines Laos Abenteuer Part III mit Stopp in Singapur

Nur drei Wochen vor dem geplanten Abflug nach Laos und Singapur erhielt ich meine Bestätigung für diese Reise, die mich vom 17.03.-24.03.17 nach Asien führen sollte. Nach einer einjährigen Asien-Abstinenz freute ich mich wirklich, wieder zurückzukehren und mal wieder die Freundlichkeit der Asiaten zu erleben.

Auch wenn es bereits mein drittes Mal Laos war, war die Vorfreude groß. Drei Mal im gleichen Land – da kann es nichts Neues mehr zu entdecken geben, denken Sie? – doch weit gefehlt. Das charmante Binnenland hat auch ohne Strände und riesige Metropolen so viel zu bieten. Doch ganz von Anfang…

Begonnen hat alles morgens am Flughafen Frankfurt, von wo aus es mit der Singapore Airlines gen Osten ging. Über elf Stunden Flug bis nach Singapore standen uns bevor, doch wie könnte man diese entspannter verbringen als in der Business Class der Singapore Airlines – zweitbeste im Jahr 2016 (prämiert von Skytrax). Ein flaches Bett, Platz zum Ausstrecken, ein breitgefächertes Entertainmentprogramm, köstliches Essen und sehr bemühte Stewardessen ließen den Flug schnell vergehen.

Nach der Landung in der Weltstadt Singapur war ich schon ganz gespannt, denn es war mein erstes Mal in dieser Metropole und ich hoffte während dem siebenstündigen Stopp so viel wie möglich sehen zu können. Nach einer quälend langen Stunde am Immigration Schalter Singapur ging es als erstes ins Shangri La Singapore, wo wir uns am längsten Frühstücks-Buffet der Millionenstadt austoben konnten. Nach einer kurzen Besichtigung ging es zum Gardens By The Bay. Direkt gegenüber dem modernen Wahrzeichen Singapurs, dem Marina Bay Sands, haben wir bei sonnigen 35°C die verschiedenen Attraktionen der Gardens By The Bay besuchen können. Nach wenigen Stunden mussten wir wieder den Rückweg zum Flughafen antreten, denn der Weiterflug in die laotische Hauptstadt Vientiane stand auf dem Programm.

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Gardens by the Bay mit Blick auf das Marina Bay Sands

Am 18.03.2017 begann dann mein eigentliches Laos-Abenteuer Part III. Begonnen in der Hauptstadt Vientiane. Irgendwo zwischen der tiefen Entspanntheit der Königsstadt Luang Prabang und dem Trubel in anderen Hauptstädten Asiens ist Vientiane wohl einzuordnen, wobei es keinesfalls mit Bangkok, Saigon oder gar Singapur vergleichbar ist. Wer schon in Luang Prabang war, wird sicher ein wenig enttäuscht sein, denn Vientiane versprüht längst nicht den Charme, das königliche Flair und die Wärme, die man bei jedem Schritt in Luang Prabang spürt. Dennoch gibt es faszinierende Bauwerke aus der französischen Kolonialzeit, besondere Konstruktionen wie den Patuxai oder auch den verehrten That Luang. Nach einer Stadtrundfahrt endeten wir auf der Aussichtsterrasse des Patuxai – vorbei an Dutzenden Verkaufsständen führten mehrere Treppen auf die oberste Etage, von der aus man zwar keine Sehenswürdigkeiten erblicken, aber die Weiten der Stadt überschauen kann. Der Nachtmarkt entlang dem Mekong ist wirklich schön und auch die charmanten Bars laden zu einem entspannten Abend ein. Mein Fazit: Vientiane gehört sicher zu einer klassischen Laos-Reise dazu, Höhepunkt wird aber dennoch immer Luang Prabang bleiben.

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Pha That Luang Tempel in Vientiane
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Buddha Statuen im Wat Si Saket in Vientiane
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Der Patuxai in Vientiane

Am 19.03.2017 fuhren wir dann weiter nach Vang Vieng, das Naturparadies, das etwa auf halber Strecke zwischen Vientiane und Luang Prabang liegt und bisher vor allem Rucksackreisenden bekannt war.  Ich war wirklich gespannt, ob diese Backpacker-Mentalität auch heute noch zu erkennen ist und ob sich im Ortskern wirklich nur noch alles um Bars, Drogen und Tubing dreht. Schon die Fahrt war faszinierend – wenn auch recht wackelig im Bus, denn befestigte Straße konnte man nicht während der kompletten, etwa vierstündigen Fahrt erwarten. Aber genau solche Überlandfahrten machen für mich die Reise in einem Land aus, man kann abseits der bekannten Touristenwege schauen, beobachtet das alltägliche Leben der Menschen die außerhalb der bekannten Städte wohnen. So konnte ich authentische Momentaufnahmen machen – die aufgrund der unebenen Straßen nur teilweise auf der Kamera festgehalten werden konnten :-), aber im Kopf bleiben sie sicher ewig. In Vang Vieng angekommen, bezogen wir unser Hotel Riverside Boutique Resort, ein gar traumhaftes Fleckchen in Laos. Verglichen mit vielen anderen Unterkünften in Vang Vieng ist unser Resort sicher eine wahre Oase der Ruhe mit atemberaubenden Aussichten auf den benachbarten Fluss und die dahinter aufragenden Karstberge, die man vom Pool aus fantastisch beobachten kann – vor allem am Morgen, als sich der Nebel dann noch in den Bergen verhangen hatte – einfach traumhaft. Vang Vieng als Ort selbst hat noch eher den Backpacker-Charme, ist aber dennoch – oder vielleicht gerade deswegen – authentisch und gemütlich.

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Landschaftsidylle auf der Fahrt nach Vang Vieng

Spontan haben wir uns dann entschieden am zweiten Tag in Vang Vieng eine Ballonfahrt zu unternehmen, also hieß es früh aufstehen – aber was macht man nicht alles für gelungene Bilder und unvergessliche Eindrücke 🙂

Mit einem farbenfrohen Heißluftballon ging es mit sechs Leuten pro Korb in den Morgenhimmel des charmanten Naturparadieses. Während der etwa 30-minütigen Fahrt konnten wir nicht nur den Sonnenaufgang bestaunen, auch der Morgennebel, der sich zwischen den zahlreichen Karstfelsen verhangen hatte, bot ein wahres Naturspektakel. Jede einzelne Straße und den Fluss Vang Viengs konnten wir aus luftiger Höhe mit dem Finger nachfahren wie auf einer Landkarte. Ein wirklich traumhaftes Erlebnis, das uns sicher allen im Gedächtnis bleiben wird. Leider sind diese Ballonfahrten nicht ausreichend lizensiert, um sie auf dem deutschen Markt anzubieten, daher kann man diese nur auf eigene Verantwortung vor Ort buchen, für gerade einmal 85 USD (Stand März 2017).

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Vor dem Start der Ballonfahrt
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Blick über die Dächer Vang Viengs
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Brücke über den Nam Song River in Vang Vieng

Mit einem wirklich durchweg positiven Eindruck musste ich dem Naturparadies am 20.03.2017 schon wieder den Rücken zukehren. Sicher kann man hier mehrere Tage verbringen, mehrere Höhlen besuchen, durch das grüne Hinterland wandern und auch Extremsportarten nachgehen wie Zip-Lining, Rock-Climbing und vielem mehr.

Doch heute sollte es zur letzten Station unserer Laos-Reise gehen, der alten Königsstadt Luang Prabang. Schon vor dem Abflug in Deutschland freute ich mich, zum zweiten Mal durch die Gassen der Königsstadt zwischen Mekong und Nam Khan zu spazieren, den Anblick der Tempel zu genießen und in der entspannten Atmosphäre Luang Prabangs den Tag vergehen zu lassen. Denn auch neben dem straffen Programm, dass wir uns für die vier Tage Luang Prabang gesteckt hatten, findet man immer noch ein wenig Zeit am frühen Morgen oder am späten Abend das Ambiente hautnah zu erleben. Die kommenden Tage sollten mich zu den bekanntesten Tempeln wie dem Wat Xiengthong führen, aber dieses Mal auch in das Nationalmuseum und in das ethnologische Museum, in dem man alle wichtigen Fakten über die einzelnen Minderheiten des Landes erfahren kann. Auch das Beiwohnen einer morgendlichen Almosensammlung der Mönche darf natürlich nicht fehlen, und so haben wir uns in einer der Seitenstraßen aufgereiht, um ungehinderte Blicke auf dieses Ritual werfen zu können – ganz ohne andere Touristen und vor allem ganz ohne die Mönche und Novizen zu stören.

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Almosensammlung der Mönchen in Luang Prabang

Nach dem sehr zeitigen Aufstehen konnten wir uns bei dem Besuch der Kuang Si Wasserfälle am gleichen Tag bei einem Bad in den türkisen Pools wieder erfrischen. Noch immer sind diese Wasserfälle dank ihrer besonderen Farbgebung ein wahres Naturschauspiel und ein Muss für Luang Prabang Reisende. Auch wenn man hier zu bestimmten Stichzeiten (vor allem Mittag und frühen Nachmittag) keineswegs mehr allein ist, sondern sich die Aussicht mit vielen anderen Touristen teilen muss, geht nur wenig des natürlichen Charmes verloren. Wir haben es uns bei einem gemütlichen Mittagessen auf den Bänken direkt neben dem türkisschimmernden Wasser gemütlich gemacht und das rege Treiben bei gutem laotischen Essen beobachtet, bevor wir den Rückweg angetreten haben. Unterwegs haben wir am Ock Pop Tok Center (Ost trifft West) angehalten, um detaillierte Informationen über die Arbeit der Seidenraupen und die Verarbeitung der gesponnen Seide zu erhalten – was sehr trocken klingt, wird hier von geschulten Mitarbeitern sehr gut und lebendig erklärt.

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Kuang Si Wasserfälle
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Ock Pop Tok Craft Centre in Luang Prabang

Der letzte Tag unserer Reise führte uns zur Bamboo Experience, eine Unternehmung am Rand Luang Prabangs, in der spielerisch, kulinarisch und sachlich alles über den Bambus und seine verschiedenen Verarbeitungen vermittelt wird. Neben einer allgemeinen Einführung in die Nutzung der Bambuskörbe, dem Weben und dem Laufen auf Bambusstelzen, dem Schießen mit Pfeilen – zum Schluss der Verkostung des gekochten Bambus und weiterer Köstlichkeiten – ist diese Tour wirklich spaßig und abwechslungsreich.

Im Großen und Ganzen verging die Woche viel zu schnell und ich freue mich schon auf meine nächste Reise nach Laos.

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Morgenmarkt in Luang Prabang
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Nachtmarkt in Luang Prabang mit dem Nationalmuseum im Hintergrund

 


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