Meine erste Asienreise in Kambodscha und Vietnam

Meine erste Asienreise in Kambodscha und Vietnam

Endlich ging es für mich zum ersten Mal nach Asien. Da ich zuvor erst zweimal geflogen bin und dann auch nur für zwei bis drei Stunden, war ich etwas aufgeregt, als es hieß, ich darf nach Kambodscha und Vietnam reisen. Nach einem elfstündigen Flug mit der A380 der Thai Airways bin ich zusammen mit meiner Kollegin endlich in Bangkok zwischengelandet. Anschließend ging es für uns weiter nach Siem Reap. Am Flughafen angekommen wurde ich geradezu erschlagen von der dort herrschenden Hitze. Vom kalten Deutschland ins dreißig Grad heiße Kambodscha. Daran musste ich mich erstmal gewöhnen. Freudestrahlend wurden wir bereits von unserem Guide Vichet erwartet, der mit einem Schild, auf dem unsere Namen standen, vor dem Ausgang des kleinen Flughafens auf uns wartete.

Auf dem Weg zu unserer ersten Unterkunft stand bereits die erste Hotelbesichtigung auf dem Plan. Nach einer sehr freundlichen Begrüßung durch die Hotelmanagerin und einem kurzen Austausch über unseren Flug haben wir auch schon unseren ersten Willkommensdrink überreicht bekommen. Nachdem wir unsere erste Kokosnuss geschlürft haben, wurden wir durch die Anlage geführt, um uns einen Überblick zu verschaffen.

Dann ging es auch schon weiter zu unserem Übernachtungshotel. Unterwegs dorthin konnte ich bereits erste Eindrücke von dem mir zuvor vollkommen fremden Land gewinnen. Überall herrscht reges Treiben. Wo man nur hinschaut, sind Menschen mit Motorrädern oder Tuk Tuks unterwegs. Lauter kleine Stände am Straßenrand, an denen Handel betrieben wird. Ich kam mir vor wie in einer anderen Welt. Im Hotel angekommen wurde eingecheckt und wir hatten noch kurz Zeit für uns, bevor es gegen Mittag weiterging zu einigen Hotels in der Umgebung, die wir uns angeschaut haben um immer auf dem neuesten Stand für „unsere“ Länder zu sein.

Am Abend verschlug es uns zu einer traditionell kambodschanischen Apsara-Tanzshow mit zeitgleichem Abendessen.

Typisch kambodschanische Apsara Tanzshow

Am nächsten Morgen ging es für uns zeitig los, denn die Tempel von Angkor standen auf dem Plan.

Angkor ist eine der bekanntesten Tempelanlagen in Südostasien und liegt in der Nähe von Siem Reap. Die riesige Tempelanlage ist eines der Aushängeschilder von Kambodscha und erstreckt sich über 200 km² mit unzähligen Tempeln. Ein Besuch von Angkor mit dem bekanntesten Tempel Angkor Wat gehört bei einem Aufenthalt in Siem Reap einfach dazu und so haben auch wir uns auch auf Tempeltour begeben. Wir hatten Glück und super Wetter mit strahlend blauem Himmel als wir mit dem Tuk Tuk von einem zum nächsten Tempel gefahren sind.

Angkor Wat Tempel

Nach dem mehrstündigen beeindruckenden Besuch der Tempel haben wir am Abend den Phare Zirkus in Siem Reap besucht. Ich hatte keine großen Erwartungen und keine genaue Vorstellung was auf uns zukommen würde. Ich habe festgestellt, dass es sich bei der Show vielmehr um eine Artistenshow mit wohltätigem Hintergrund handelt, nicht um das, was wir gemeinhin unter »Zirkus« verstehen. Die Show ist schnell, mitreißend und turbulent, die Energie ist fesselnd. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Mit guter Laune ging es für uns anschließend, zusammen mit unserem Guide Vichet zum beliebtem Nightlife Hotspot von Siem Reap, der Pub Street, wo es Restaurant und Bars verschiedenster Richtungen gibt, wie zum Beispiel mexikanisch oder auch typisch asiatisch.

Nach einem kurzen Spaziergang ging es für uns ins Hotel, wo wir sofort ins Bett gefallen sind.

Nach diesen zwei aufregenden Tagen war die Zeit in Siem Reap für uns vorbei und es ging mit Lanmei Airlines weiter nach Sihanoukville. Nach weniger als einer Stunde Flugzeit in dem beliebten Badeort angekommen wurden wir von unserem nächsten Guide Sarun begrüßt und zu unserer nächsten Unterkunft gebracht. Auf dem Weg dorthin mussten wir leider feststellen, dass der ganze Ort einer einzigen Baustelle gleichkam. Wo man nur hinschaute, überall Bauarbeiten und Hochhäuser. Am Nachmittag haben wir uns erneut einige interessante Hotels angeschaut, ebenso wie am darauffolgenden Tag. Trotz des eher enttäuschenden Anblicks der Umgebung war das Meer atemberaubend schön, vor allem bei Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang Sihanoukville

Am zweiten Tag in Sihanoukville ging es für uns mit dem Tuk Tuk zum Hafen und von dort aus weiter mit dem Boot zur Insel Koh Rong und den umliegenden Inseln. Die Strände auf Koh Rong sind traumhaft schön. Türkisblaues Meer und kilometerlange Sandstrände. Koh Rong ist perfekt um einfach mal runterzukommen. Entspannen und die Seele baumeln lassen.

Den darauffolgenden Morgen hat uns das erste und einzige Mal während unserer Reise ein heftiger und einige Stunden andauernder Regenschauer überrascht. Nachdem dieser vorbeigezogen war, haben wir unser Hotel am Long Set Beach auf Koh Rong verlassen.

Weiter ging es mit dem Boot zur anderen Seite der Insel, wo sich eine der für mich schönsten Unterkünfte unserer Reise befindet, das Royal Sands. Neue, moderne Villen, eine tolle Anlage fernab vom Tourismus, ein wunderschöner puderzuckerfeiner Sandstrand, einfach nur ein Traum!

Strand auf Koh Rong

Von dort aus haben wir uns auf zwei Fahrräder geschwungen und etwas die Insel erkundet bevor wir im Resort zu Abend gegessen haben.           Blick vom Restaurant auf den Pool & den Strand

Am nächsten Tag war der wunderschöne Aufenthalt leider auch schon wieder beendet und ein Abschied stand an.

Zurück ging es für uns nach Sihanoukville. In diesem Fall diente es als Zwischenstopp, bevor wir wieder ablegten um nach einer viertelstündigen Speedboat Fahrt die Insel Koh Russey zu erreichen. Auf der kleinen Insel befindet sich das Alila Villas.  Wir hatten die Möglichkeit eine Nacht in dem bis dahin noch nicht eröffnetem Luxusresort zu verbringen.

Am achten Tag unserer Reise haben wir das Frühstück auf Koh Russey genossen und dann setzte sich unser Weg fort, wieder zurück zum Festland von Sihanoukville. Weiter ging es zu der Hauptstadt Kambodschas, Phnom Penh. Nach vier Stunden Fahrt sind wir in der größten Stadt des Landes angekommen.

Auf dem Plan stand der Besuch des Royal Palace. Der Königspalast von Phnom Penh ist ein Muss für jeden Touristen in der Stadt. Der gesamte Komplex ist von Mauern umgeben und obwohl er für die Öffentlichkeit zugänglich ist, sind bestimmt Bereiche geschlossen, da hier immer noch die kambodschanische Königsfamilie residiert.

Am Abend haben wir gemeinsam eine entspannte Dinner Kreuzfahrt unternommen. Abendessen unter freiem Sternenhimmel, auf dem Wasser, fernab von der Hektik Phnom Penhs. Eine traumhafte Möglichkeit den Tag ausklingen zu lassen.

Königspalast in Phnom Penh

Am nächsten Morgen sind wir früh aufgebrochen zur Heritage Tour. In einem Tuk Tuk ausgestattet mit einem Tablet und Kopfhörern wurden wir nacheinander zu einigen der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt gefahren. An jedem Stopp konnte man auf seinem Tablet ein Video zu der dazugehörigen Sehenswürdigkeit abspielen, in dem Fall sogar in Deutsch. Eine etwas andere, aber recht entspannte Art die Stadt zu erkunden.

Nach den sehr aufregenden Tagen in Kambodscha ging es für uns am heutigen Tag nach Vietnam. Nach einem kurzen Mittagessen am Titanic Hafen in Phnom Penh, legte unser Speedboot ab und fuhr in Richtung vietnamesischer Grenze. Nach ungefähr dreieinhalb Stunden an der Grenze angekommen, stoppten wir kurz und regelten unsere Einreise bevor die Fahrt zu unserer nächsten Unterkunft, die eine Stunde von der Grenze entfernt liegt, weiterging. Bevor der Tag für uns zu Ende war, haben wir am Abend noch etwas die Umgebung erkundet.

Von Chau Doc aus sind wir drei Stunden bis zum Hafen von Rach Gia gefahren, von dem wir weitere zweieinhalb Stunden Fahrt mit dem Speedboot bis zu der Insel Phu Quoc benötigt haben.

Die größte Insel Vietnams gilt als sehr beliebtes Ziel für Badeurlauber. Deswegen nutzten wir hier die Zeit, um möglichst viele der Hotels auf der Insel zu besichtigen.

Am vorletzten Tag unserer Reise sind wir eine dreiviertel Stunde mit Vietnam Airlines nach Saigon geflogen, um dort unsere Hotelbesichtigungen fortzusetzen. Der Verkehr in der größten Stadt Vietnams ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Nicht selten fahren Motorroller in zehn Spuren oder einfach kreuz und quer und zwischendrin versuchen ein paar Autos ihr Glück. Das war schon ziemlich beeindruckend, wenn man an den vergleichsweise sehr geregelten Verkehr in Deutschland denkt. Apropos Deutschland, dahin ging es am nächsten Tag wieder zurück. Wieder zu Hause angekommen bei der Kälte, die bei uns im November herrscht, scheinen die gesammelten Eindrücke und Erfahrungen schon wieder sehr weit entfernt. Umso lieber denke ich an diese schöne Zeit zurück.

Monique D.


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