Meine erste Asienreise – von Sulawesi nach Bali

Meine erste Asienreise – von Sulawesi nach Bali

Unsere Kollegin Alexa unterwegs in Indonesien.

Teil 1: Sulawesi

Ich war sehr aufgeregt, als ich erfahren habe, dass ich bald eines unserer Länder bereisen werde. Es war meine erste Asienreise und mein Ziel war Indonesien, besser gesagt die Inseln Sulawesi und Bali. Da Indonesien auf meiner Bucket List sehr weit oben steht, war ich voller Vorfreude und konnte die Tage bis zum Abflug nicht abwarten. Ein paar Wochen später saß ich im Zug nach Frankfurt und ich war sehr gespannt auf die kommenden Tage. Angekommen auf dem Frankfurter Flughafen schaute ich mich um und begann mir einen Überblick für den nächsten Tag zu machen, da ich eine Vorübernachtung in Frankfurt hatte und somit noch mit einem Bus zu meinem Hotel gefahren bin. Der nächste Tag startete für mich sehr früh aber das war diesmal kein Problem für mich da ich so aufgeregt war, dass ich nicht viel geschlafen habe. Da ich den Weg zum Flughafen und meinem Terminal schon kannte, verlief alles reibungslos und so wartete ich an dem Treffpunkt, an dem ich bald meine Mitreisenden kennenlernen sollte. Als wir uns alle eingefunden hatten, stellten wir uns vor und gingen gemeinsam zum Check-in Schalter. Die Zeit verging wie im Flug, da wir uns alle angeregt unterhielten und schon bald konnten wir unseren Platz im Flugzeug suchen und es uns bequem machen. Wir sind mit China Airlines über Taipeh und Jakarta nach Makassar geflogen. Ich war überrascht, wie viel Essen uns über dem Flug verteilt angeboten wurde und genoss die Stunden über den Wolken mit ein paar Filmen.

Nach Ankunft in der Hauptstadt von Sulawesi ging es für uns schnell ins Hotel, um ein paar Stunden zu schlafen.

Ein paar Stunden später waren wir wieder auf den Beinen und auf dem Weg zum Flughafen. Unser Ziel hieß der kleine Flughafen Palopo im Toraja Hochland. Aus der kleinen Propellermaschine hatte man einen tollen Blick auf die Landschaft. Nach der herzlichen Begrüßung von unserem Guide und unserem Fahrer für die nächsten Tage machten wir uns auf dem Weg nach Rantepao. Unser Guide erzählte uns sehr viele interessante Dinge über seine Heimat und zeigte uns auf dem Weg ein paar schöne Fotomotive. In Rantepao durften wir hautnah miterleben, wie zwei Megalithen aufgestellt wurden, die aussagen, das zwei Menschen gestorben sind. Dies wurde groß von vielen Männern aus der Familie und von Freunden der Verstorbenen gefeiert. Nach diesen interessanten Eindrücken fuhren wir, mit einem Zwischenhalt in einem kleinen Restaurant, zu zwei von den zahlreichen Höhlen, in denen die Särge von Verstorbenen stehen und schauten uns dort in Londa um. Auf unserem Programm für diesen Tag stand noch ein bekanntes Highlight: Kete Kesu. Wir waren sehr gespannt, das bekannte Dorf mit eigenen Augen zu sehen und wurden nicht enttäuscht. Nach einem Rundgang durch das Dorf und dessen Gräber, hatten wir die Möglichkeit uns von einem Priester einen kleinen Auszug aus der Geschichte der Region erzählen zu lassen. Leider drängte die Zeit und wir mussten uns auf den Weg in unser Hotel machen. Der nächste Tag begann mit meinem größten Highlight der ganzen Reise. Wir besuchten den lokalen Markt mit Tiermarkt in Rantepao. Es war wie eine andere Welt, die ganzen Gerüche, exotische Dinge und Stimmengewirre. Ich war beeindruckt von der Größe des Marktes und von den vielen Dingen die angeboten wurden. Am Ende liefen wir über den Tiermarkt und fanden uns zwischen zig Wasserbüffeln wieder, eine außergewöhnliche Erfahrung für mich. Danach ging es in den Dschungel für eine Wanderung durch die Natur und zu typischen Toraja Dörfern. Unser Mittagessen nahmen wir in einem Waisenhaus ein und wurden von den Kindern mit einer Tanzshow überrascht. Nach ein paar Erinnerungsfotos machten wir uns auf den Weg zu einem Baum, in dem sich Babygräber befanden und nach Lemo um uns eine weitere Höhle mit Särgen und den typischen Tau Taus (Holzpuppen) vor der Höhle anzusehen.  Unser Guide erzählte uns auf dem Weg nach Lemo, dass die Gräber schon sehr alt sind und was es mit dieser Tradition auf sich hat.

Für den nächsten Tag hatten wir viele kleine Fotostopps auf dem Programm stehen, bis wir in Sengkang ankamen und mit einem Boot zu den schwimmenden Dörfern gefahren wurden. Dort angekommen, wurden wir schon von den Bewohnern erwartet und unser Guide erzählte uns die Geschichte der Dörfer. Während wir in der Geschichte versanken, die uns unser Guide erzählte, wurden wir mit einem atemberaubenden Sonnenuntergang überrascht. Leider hieß es bald Abschied nehmen und wir fuhren zu einer lokalen Familie, bei der wir an diesem Abend essen durften. Wir wurden mit vielen typischen Gerichten von der ganzen Familie empfangen und ließen den Abend mit sehr gutem Essen, interessanten Gesprächen und vielen weiteren Fotos im Gepäck zu Ende gehen.

Der vorletzte Tag auf Sulawesi war angebrochen und wir machten uns langsam aber sicher wieder auf den Weg nach Makassar. Auf dem Weg hatten wir noch eine Wanderung geplant, zu der wir von Einheimischen mit kleinen Booten gepaddelt wurden. Die Wanderung führte uns entlang der Reisfelder in den Dschungel zu einer Höhle mit sehr alten Handabdrücken. Nach einer kurzen Pause in der Höhle gingen wir an Reisfeldern und Bauern vorbei bis zu einer Eco Lodge, wo wir uns stärkten, bevor wir aufbrachen um uns die Höhle Maros anzuschauen. In dieser Höhle befinden sich jahrhundertealte Wandmalereien von Menschen, die früher dort gelebt haben müssen.

Bald waren wir in Makassar angekommen und besuchten den geschäftigen Hafen und das geschichtliche Fort Rotterdam  bevor auch dieser Tag sich dem Ende neigte.

Der letzte Tag auf Sulawesi war angebrochen und wir wurden nach dem Frühstück zum Flughafen gebracht. Nach der Verabschiedung von unserem Guide stiegen wir, mit einem lachenden und einem weinenden Auge in das Flugzeug, welches uns nach Denpasar auf Bali bringen sollte.

Teil 2: Bali

Auf Bali angekommen wurden wir von unserem Guide, der uns die nächsten Tage begleitete, schon erwartet und begrüßt. Unserer erster Stopp waren die bekannten Reisterrassen Jatiluwih. Nach einer Wanderung durch die Reisterrassen, vielen Informationen über Reis und schießen von  Erinnerungsfotos, fuhren wir weiter zum hinduistischen Tempel Ulun Danu Beratan. Dieser Tempelbesuch war etwas Besonderes für mich, da es mein erste Tempelbesuch war. Leider hatten wir nicht viel Zeit die ganze Anlage zu erkunden, da noch eine Wanderung zu einem Wasserfall in Munduk auf unserem Programm stand, bevor wir zu unserem Hotel welches im Norden Balis, in der Nähe vom West Bali Nationalpark liegt, gebracht wurden. Die Wanderung war von großen Steigungen geprägt, doch der Anblick des kraftvollen Wasserfalls machte alle Anstrengungen wett. Durch den Sonneneinfall sah man einen tollen Regenbogen am Wasserfall. Nach einer kurzen Pause am Wasserfall ging es zu unserem Hotel und nach dem Abendessen fielen wir erschöpft ins Bett.

An nächsten Tag hatten wir am Morgen ein bisschen Freizeit, die ich nutzte, um einmal im Meer schwimmen zu gehen und entspannte noch ein bisschen bei einem Strandspaziergang, bevor wir uns zum Frühstück trafen. Unser erstes Ziel waren die heißen Quellen in Banjan. Dies ist ein beliebter Ort bei Einheimischen, aber auch Touristen. Inmitten von einem kleinen angrenzenden Wald liegen die Wasserbecken zum Erholen. Nachdem wir die imposanten Steinskulpturen am Eingang und die Speier an den Wasserbecken eingefangen hatten, ging unsere Reise weiter zum Tempel Brahmavihra. In dieser eindrucksvollen Tempelanlage, in einem wunderschönen Garten gelegen, kann man viele verschiedene Baustile und interessante Details entdecken. Für mich war dieser Tempel der schönste und vielfältigste der Reise, bei dem ich gerne mehr Zeit verbracht hätte, aber wir wollten rechtzeitig unser heutiges Ziel, den Künstlerort Ubud, erreichen. Ich war froh als wir auf dem Weg nochmal angehalten hatten, da wir ihn immer nur mal kurz zwischen den Bäumen erspähen konnten und so ihn in seiner vollen Pracht nochmal länger anschauen konnten: den Mount Batur. Wir hatten einen wunderschönen Blick auf den Berg und seinen Batursee. Nach vielen Fotos später fuhren wir zum Tirta Empul, einem hinduistischem Tempel bei dem wir den Einheimischen beim Beten und rituellen Waschungen zuschauen durften. Ein magisches Erlebnis so viele Menschen in sich gekehrt und mit Opfergaben betend zu sehen. Unser letzter Halt vor Ubud waren die Königsgräber. Wir waren erstaunt, in welch einer tollen Natur sich diese befanden und wie weitläufig das Gelände war. Nachdem unser Guide uns die Geschichte erzählte, war es Zeit für uns die Weiterfahrt nach Ubud anzutreten. Auch an diesem Tag fielen wir erschöpft aber glücklich ins Bett und freuten uns auf den letzten Tag auf Bali.

Nach dem Frühstück und ein paar Begegnungen mit Affen in der Hotelanlage machten wir uns auf dem Weg zum Flughafen, doch vorher hielten wir noch an einem Hotel, um uns noch einmal für den Rückflug zu stärken. Am Flughafen angekommen hieß es Abschied nehmen und so saßen wir bald im Flugzeug, um über Taipeh wieder nach Frankfurt zurückzufliegen. Wir waren uns alle einig, dass dies nicht die letzte Reise nach Indonesien gewesen sein wird, denn es warten schließlich noch tausende andere indonesische Inseln die entdeckt werden wollen.

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