Indien – Chilliküche und ewiges Grün

Indien – Chilliküche und ewiges Grün

Am 26 Juli 2016 ging es für mich nach Indien, genauer gesagt nach Südindien, Chennai. Hier haben wir auch eine Rundreise Südindien ganz nach deinem Geschmack. 

Meine Vorfreude war riesig – für euch ein paar Produkte zu testen und natürlich freute ich mich genauso auf Indien, auf das geheimnisvolle Land voller Kultur, Religion und der Chilliküche. Ich flog mit der Abendmaschine von Air India von Frankfurt über Delhi nach Chennai. Der Langstreckenflug von acht Stunden verging sprichwörtlich wie im Flug, ein umfangreiches Unterhaltungsprogramm an Bord macht es möglich. Selbst die neuen Hollywood Blockbuster kann man an Bord anschauen bis hin zu traditionellen Bollywood Streifen.

In Delhi angekommen musste ich den Dreamliner verlassen und flog weiter nach Chennai, der kurze Flug von knapp drei Stunden war angenehm. So da war ich nun, auf indischem Boden. Angekommen am Flughafen schnappte ich mir meinen Koffer, ich war ehrlich gesagt froh, dass er nicht verschwunden war und verließ den Flughafen.

Der erste Schritt auf indischem Boden, eine unglaubliche Hitze kam mir entgegen und es war laut. Überall hupende Autos, Mopeds die sich überall vorbei schlängelten, ganz viele Menschen die jemanden erwarteten und schreiende Taxifahrer. Da stand ich nun. Aber es dauerte nicht lange, da sah ich schon das große weiße Schild auf dem Stand „Tattva Fam Trip – Ms Sina Rathmann“. Ich stieg in das klimatisierte Fahrzeug, wo bereits eine Mitreisende wartete. Eine ungefähr sechs stündige Fahrt lag nun vor uns, bis wir Tanjore erreichen würden, bis dahin hatten wir aber viel zu erzählen und konnten die ersten Eindrücke und Erfahrungen austauschen.

Spät am Abend erreichten wir das Svatma Hotel inmitten Tanjore. Wie eine andere Welt lag es zwischen der lauten Stadt und strahlte wunderbare Ruhe und Entspannung aus. Wir wurden herzlich empfangen, bekamen kühle, feuchte Handtücher und wurden auf unser Zimmer gebracht. Gespannt auf alles was noch kommt, fiel ich ins Bett.

Der nächste morgen startete mit Yoga und einem leichten Frühstück. Ich lernte die anderen Reiseteilnehmer kennen und war erfreut über den internationalen Mix unserer Gruppe. Hotel Svatma ist dafür bekannt und beliebt, eine spezielle Ayurveda Küche anzubieten. Ayurveda ist eine indische Heilkunst und bedeutet unter anderem nur essen, wenn man Hunger hat und die letzte Mahlzeit verdaut wurde. Sie besagt sich nicht vollständig satt zu essen und die frischen, eigenen, der Jahreszeit angepassten Lebensmittel zu essen. Rundreise Rejuvenation im Kairali Ayurveda Health Resort. 

Für mich war dies alles eine ganz neue Erfahrung, nicht nur da es mein erstes Mal in Indien war, sondern auch wegen der vielen neuen Geschmacksrichtungen. Das Svatma kocht ausschließlich alles organisch ohne Öl und Fett und ist eine rein vegetarische Küche. Hier habe ich zwei Beispiele für euch:

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Der erste Ausflug ging in eine Bronze Manufaktur. Dort stellen indischen Männer Figuren aus Bronze her, alles von Hand versteht sich. Man konnte schon am Eingang eine riesige Shiva Figur bestaunen, die mit ihren vielen kleinen Details wie ein Meisterwerk aussah. Shiva ist übrigens einer der wichtigsten Götter im Hinduismus, man erkennt ihn an seinen vier Armen. Am Abend besuchten wir den Big Temple in Tanjore, der Sonnenuntergang verlieh dem alten Tempel einen wunderbar goldenen Glanz. Charakteristisch ist der Turm des Tempels, der einer Stufenpyramide ähnelt und aus großen Steinblöcken erbaut worden ist, wie ihr auf dem dritten Bild sehen könnt. Bei Rückkehr ins Svatma Hotel konnten wir das Ayurveda Spa anschauen und Kopfmassagen, sowie Ölmassagen selber testen. Wir ließen den Abend auf der Dachterrasse des Hotels ausklingen.

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Der zweite Tag begann erneut mit Yoga und einem leckerem Frühstück im Svatma. Gegen neun Uhr morgens verließen wir das Hotel und fuhren nach Pollachi. Pollachi gehört zum Bundesstaat Tamil Nadu und befindet sich in der Nähe von Kochi. Nach ungefähr 5 Stunden Fahrt erreichten wir das Coco Lagoon. Das Coco Lagoon Resort besteht aus Villen und Bungalows, alle um einen See gelegen, der dem ganzen einen tropischen Touch gibt. Das Restaurant des Resorts ist spezialisiert auf Ayurveda Ernährung, es gibt eine organische und leichte Küche, die von dem ansässigen Ayurveda Arzt verordnet wird. Ich testete dort die Ayurveda Massagen und war völlig beeindruckt. Einen Aufenthalt im Coco Lagoon kann ich nur empfehlen, wer viel Wert auf gesunde Ernährung legt, seinem Körper etwas Gutes tun oder einfach mal abschalten möchte, ist hier genau richtig. Ebenfalls wird im Coco Lagoon kein Alkohol ausgeschenkt und das Rauchen ist ebenfalls verboten. Nach dem Abendessen saßen wir in einer kleinen Runde zusammen und ließen die Erfahrungen Revue passieren bevor wir ins Bett fielen. Hier ein Beispiel für eine Ayurveda Rundreise Rundreise Sanftes Ayurveda – Erlebnis für alle Sinne.

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Coco Lagoon

Am nächsten Morgen hieß es dann, zeitig aufstehen und ohne Frühstück ging es schon los. Denn nur am frühen Morgen hat man im Sethmumadal Tiger Reservat die beste Möglichkeit Vögel zu beobachten. Geführt wurden wir von einem Guide der uns die unterschiedlichen Vogelarten erklärte und durch ein Fernglas zeigte. Die Natur war von einem unbeschreiblichen grün, überall hörte man Geräusche und Vögel saßen zu hunderten auf den Bäumen. Für Naturliebhaber ist dieser Ausflug ein absolutes Muss!

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Am späten Nachmittag besuchten wir eine Weberei, in der die Frauen Saris herstellen. Saris sind die langen Schals, die Frauen in Indien als wunderschöne Kleider tragen. Es war beeindruckend zu sehen, mit welcher Liebe und Fingerfertigkeit die Frauen an den Webstühlen sitzen. Selbst ich konnte nicht widerstehen und musste mir einen kaufen. Rundreise Südindien – Begegnung mit Natur und Bevölkerung.

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Nach dem Frühstück hieß es dann schon wieder Koffer packen, weiter ging es von Pollachi nach Kollam. In Kollam erwartete uns das Fragrant Nature Resort. Die Busfahrt nahm fast den ganzen Tag in Anspruch, den Kollam liegt ungefähr 8 Stunden von Pollachi entfernt. Auf dem Weg konnte ich allerdings meinen Lieblingsschnappschuss machen, eine Frau die am Fluss Saris und Handtücher gewaschen hat. Das Bild seht ihr unten, gleich das erste. Spät am Abend erreichten wir das Resort und wurden wieder sehr herzlich mit einem Abendessen empfangen. Am nächsten Morgen war ich gespannt die Anlage zu erkunden, denn das Hotel hatte eine wunderschöne, grüne Gartenanlage und lag an den Backwaters. Es besitzt eine eigene Bootanlegestelle, ein Ayurveda Spa, einen großen Pool und ein Restaurant welches internationale Küche anbietet. Perfekt geeignet für Gäste, die die Ruhe und Natur rund um die Backwaters lieben. Wir durften die Bootfahrt auf den Backwaters testen und ich war einfach nur überwältigt von der atemberaubenden Natur, unten seht ihr die Bilder dazu. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man meinen hier leben Krokodile in den Flüssen. Am Flussrand reihte sich eine Palme nach der nächsten und alles war so unglaublich grün. Erneut eine gute Gelegenheit Vögel zu beobachten, die sich hier unheimlich wohlfühlen. Am Abend wurden wir eingeladen das Spa zu testen. Da ich nun ungefähr wusste was mich bei einer Ayurveda Massage erwartete, war ich gespannt wie diese wohl im Fragrant Nature Resort sein würde. Auch hier gab es nichts zu beanstanden, sehr nettes Personal und es wird auf jeden Wunsch eingegangen. Mir war zum Beispiel die Klimaanlage zu kalt, ohne dass ich was sagen musste wurde diese während der Behandlung ausgeschaltet.

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Am nächsten Morgen nach dem Frühstück verließen wir Fragrant Nature Resort und brachen auf nach Kaliel Village ins Anantya Resort. Die für Indien relativ kurze Fahrt von drei Stunden war schnell um. Das Hotel befindet sich im Bundesstaat Kerala, im Südwesten Indiens. Das Klima in Kerala ist sehr tropisch, überall sieht man Palmen, Bananenbäume und viele Flüsse mit Hausbooten. Im Großen und Ganzen habe ich Kerala so erlebt: grüner geht es nicht! Rundreise Kerala – Land der Gewürze.

Das Anantya ist ein Luxus Boutique Hotel, idyllisch gelegen an einem See. Im Hintergrund sieht man, wie die Berge die Wolken berühren. Ein absoluter Ort der Ruhe. Die Villen sind um den See gebaut, so dass man von jeder Villa einen herrlichen Ausblick genießt. Hier wird Luxus großgeschrieben, die Villen verfügen über einen großen Garten mit Außendusche und teilweise auch mit einem privaten Pool. Der große Infinity Hauptpool neben dem Restaurant lädt zum Entspannen ein. Außerdem wird wieder ein Ayurveda Spa angeboten, dass alle Gäste nutzen können.

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Ich war hin und weg von diesem Teil Indiens. Die Einheimischen waren auch sehr herzlich und freundlich, wollten uns natürlich alles genau zeigen und dabei vergaßen wir schon mal die Zeit und die Tage vergingen wie im Flug.

Am nächsten Morgen standen wir sehr sehr zeitig auf, ich glaube es war gerade so 3 Uhr. Uns erwartete der Sonnenaufgang am südlichsten Punkt Indiens, am Kanyakumari. Ein heiliger Ort für jegliche Art von Pilger, die nach dem Sonnenaufgang im Meer badeten um sich für den neuen Tag rein zu waschen. Viele Verkäufer schreien umher und wollten Muscheln, Kaffee oder Souvenirs an den Mann bringen. Für einen Moment war allerdings alles ruhig und die Zeit schien still zu stehen, da kam sie, langsam hinter dem Meer hervor, die Sonne. Stück für Stück erstrahlte sie den Ort und es war einfach nur ein Gänsehaut Erlebnis. Als die Sonne aufgegangen war, ging das Gewusel auf den Straßen weiter, jeder wollte wieder irgendwas verkaufen.

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Auf der Rückfahrt ins Anantya Resort machten wir noch halt in der Stadt und kauften typisch indische Souvenirs und besuchten eine Kokosnussfarm. Dort stellen Frauen aus den Fasern der Kokosnuss Seile her. Eine harte Handarbeit, sie lachten aber und schienen ihren Spaß mit uns zu haben. Auch hier zeige ich euch noch ein paar super Schnappschüsse! Wer Lust auf romantische Sonnenuntergänge hat schaut sich die Rundreise mal an Rundreise Romantisches Südindien.

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Nun war ich schon fast am Ende meiner Reise und ich freute mich das letzte Hotel für euch zu testen. Das Carnoustie Ayurveda und Wellness Resort in Marari, Kerala. Das erste Hotel was wir uns anschauten, welches einen eigenen Strandabschnitt besitzt. Das Carnoustie besteht nur aus Villen, manche mit privatem Pool andere mit gemütlichem Teich auf dem Balkon. Ein riesen großes Spa, mit Yoga Dachterrasse und offenen Behandlungsräumen überzeugen jeden Spa Besucher. Offener Behandlungsraum heißt allerdings nicht, dass man jeden beobachten kann sondern es gibt kein Dach und man hört während der Massage die Vögel und die Natur rund um die großzügige Anlage. Für mich war dies mein absolutes Lieblingshotel. Am Nachmittag hatten wir ein wenig Zeit uns den Strand anzuschauen, weißer feiner Sand und Liegen mit Sonnenschirmen luden zum Sonnenbaden ein. Im Anschluss konnte ich an einer Mediation teilnehmen, was wohl für mich das außergewöhnlichste Erlebnis war, da ich sowas vorher noch nie gemacht habe. Für einen Moment war ich in einer anderen Welt und fühlte mich danach wie neu geboren, als wär alle Last von mir abgefallen. Ein wirklich schönes Erlebnis. Hier noch ein Tipp Rundreise Ayurvedakur – Harmonie für Körper und Geist.

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Am nächsten Morgen nach dem Frühstück hatten wir die Möglichkeit einen Hausbootausflug zu machen, der direkt vom Hotel Carnoustie angeboten wird. Das Hausboot schwimmt auf den Backwaters, es bietet mit zwei Schlafräumen, einer Küche und einem großen Aufenthaltsraum genug Platz. Die Crew verzauberte uns mit typischen indischer Chiliküche und danach konnten wir die Fahrt auf den Backwaters auf uns wirken lassen. Die Stimmung in unserer Gruppe war nun allmählich etwas traurig, weil jeder wusste es würde morgen bereits nachhause gehen. Hier seht ihr meine Eindrücke von dem Hausbootausflug. Ausflug Backwater Cruise.

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Dann hieß es für mich wieder Abschied nehmen und mit Air India ging es zurück nach Frankfurt. Das waren meine Südindien Eindrücke für euch. Ich hoffe euch packt nun auch das Indien Fieber, so wie mich 🙂

Sina


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