Geheimnisvolle Tempelwelt Angkor

Geheimnisvolle Tempelwelt Angkor

Ganz kurzfristig ging es am 12.05. nach Asien, genauer gesagt nach Siem Reap. Start war in Frankfurt und zu meiner Freude sind wir noch mit dem A380 von Thai Airways nach Bangkok geflogen. Ab 17.05. bis 17.09. fliegt Thai Airways die Strecke zweimal am Tag mit der Boing 777 und ab dem 18.09. wird dann einer der beiden täglichen Flüge wieder mit dem A380 durchgeführt.

Wenn ihr Economy und A380 fliegt – gebt ein wenig mehr Geld aus und reserviert euch unbedingt einen Platz im oberen Deck des A380. Hier gibt es 56 Plätze für die Economy und es ist deutlich ruhiger als unten und man hat auch mehr Platz. Besonders die Reihe 76 ist zu empfehlen. Hier hat man wirklich Beinfreiheit. Ein toller Platz im unteren Deck ist der Platz 60D. Hier ist kein Sitz davor und man kann die Beine ausstrecken ( hier ist der Notausstieg für die Crewschlafplätze und daher ist da kein Sitz ).

Dank Thai Airways hatte ich die Gelegenheit, die Strecke nach Bangkok in der Business Class zu fliegen und den tollen Service zu genießen. Das Essen war super und es ist natürlich wunderbar, während der knapp 10 Stunden auch einfach mal den Sitz ganz flach zu machen und zu schlafen.

20160513_032406Thai Smile, eine Tochtergesellschaft der Thai Airways

Angekommen in Bangkok am 13.05. blieb nicht viel Zeit, denn ich musste zum Anschlussflug nach Siem Reap. Dieser wird jetzt von Thai Smile, einer Tochterfluggesellschaft der Thai Airways, angeboten und das habe ich natürlich gleich ausprobiert. Es ging zum Glück alles recht flott und ich war pünktlich zum Abflug am Gate nach Siem Reap. Der Flug ist wirklich nur ein Hüpfer und dauert gerade einmal 55 Minuten.

Angekommen in Siem Reap erwartete mich Sonne, warme Temperaturen und eine irre hohe Luftfeuchtigkeit. Aber egal, ich wollte schon immer mal nach Angkor und da lass ich mich davon nicht abschrecken. Nach der Ankunft ging es kurz ins Sofitel Angkor Phokeethra Golf and Spa Resort*****, meinem Zuhause für die nächsten 3 Nächte. Das Hotel hat Resortcharakter mit viel Grün und einem tollen Pool und ist ideal, um nach den Tempelbesichtigungen etwas zu entspannen. Das Hotel liegt nicht direkt im Zentrum, aber mit dem Tuk Tuk ist man für ca. 3 USD schnell dahin gefahren. Es ist übrigens zu empfehlen, US Dollar mitzuhaben, da diese hier das bevorzugte Zahlungsmittel sind.

Kurz geduscht und endlich ging es nach Angkor Wat. Die Freude war groß. Schnell noch am Ticket Schalter die Eintrittskarte geholt. Ein Ticket für 3 Tage kostet USD40 p.P.. Von da aus sind es dann noch ca. 10 Minuten bis zum weltberühmten Angkor Wat. Da angekommen geht es dann zu Fuß Richtung Tempel. Die Sonne ist unglaublich und schnell muss ich noch einmal Sonnencreme auf alle nicht bedeckten Stellen sprühen. Ganz wichtig ist – im Tempel müssen die Schultern bedeckt sein und der Rock oder besser noch die Hose muss bis zu den Knien gehen. Also eingecremt, Sonnenhut auf und los geht es. Angkor Wat ist ja nur ein Teil der Gesamtanlage Angkor. Angkor Wat ist das Nationalsymbol Kambodschas und soll das räumliche Universum symbolisieren.  Wenn man vor dem Tempel steht ist man schon allein von der Größe sehr beeindruckt. Überall findet man Flachreliefs, die steinerne Zeugen der bewegten Geschichte der damaligen Zeit sind, und um den ganzen Tempel herum gibt es einen 190m breiten Wassergraben. Ich war natürlich vor allem daran interessiert, auch ein paar tolle Fotos zu machen – vor allem, ohne viele Leute, was gar  nicht so einfach ist, da Angkor ein sehr, sehr beliebtes Reiseziel ist. Aber ich denke, ich habe da ein paar recht gute Bilder hinbekommen.

Angkor Wat TempelanlageAngkor Wat Tempelanlage

Fast bin ich mit der Besichtigung  fertig, zieht ein richtiges Tropengewitter auf und es schüttet wie aus Eimern. Aber ob ich nun vom Schwitzen oder vom Regen nass werde, ist auch egal. Das ist schon auch ein tolles Erlebnis, im Regen durch Angkor zu laufen. Allerdings wurde das Gewitter dann doch recht stark und ich musste mich dann doch geschützt hinstellen und warten, bis es vorbei ist.

Leider war der Himmel danach sehr stark bewölkt und es hat immer wieder geregnet und gewittert. Aber das hat mich nicht davon angehalten, auf den Phnom Bakheng zum Sonnenuntergang zu steigen. Leider war ich da etwas enttäuscht, da überall Baukräne waren und man keinen schönen Blick auf Angkor hat. Aber man kann schon erkennen, wie toll es aussehen kann und die Bauarbeiten dienen ja auch dem Erhalt der Anlagen, damit noch viele Besucher in den Genuss kommen, sich Angkor in voller Pracht anschauen zu können.

Am nächsten Tag standen 3 Tempel auf dem Programm. Zuerst ging es zum Bayon Tempel. Das ist der Tempel mit den vielen Gesichtern. Hier gibt es meterhohe Türme aus Stein mit in Stein gemeißelten Gesichtern. Der Bayon unterscheidet sich u.a. dadurch von den anderen Tempeln, weil die Anlage z.B. über Jahrhunderte immer wieder umgebaut, erweitert und umgebaut wurde. Außerdem ist der Tempel nicht von einer Mauer umgeben, sondern hat offene Säulengänge. Heute gibt es noch 37 Türme und man geht davon aus, dass es mal bis zu 54 Türme waren.

Bayon TempelBayon Tempel

Weiter geht es zum Ta Prohm Tempel, den sicher jeder kennt – der „Tomb Raider“ Tempel, berühmt aus dem gleichnamigen Film in dem Angelina Jolie die Hauptrolle spielte. Man hat fast den Eindruck, der Tempel wird vom Dschungel verschluckt. Überall fällt ein schon fast mystisches Licht durch die Bäume auf die Tempel. Am berühmtesten Wurzelwerk ist selbstverständlich eine lange Schlange, aber da Geduld nicht so meine Stärke ist, hab ich mich mal fix vorgedrängelt und mal schnell ein Foto gemacht. Aber ich bin ehrlich – da gibt es andere Orte in diesem Tempel, die ich viel faszinierender fand. Es lohnt sich hier wirklich, auch immer mal um die eine oder andere Ecke zu schauen.

Th Phrom TempelTh Phrom Tempel

 

Die nächste und letzte Station für heute ist der Preah Khan Tempel. Preah Kahn bedeutet `Heiliges Schwert´ und man vermutet, dass es ein Relikt einer provisorischen Ankgor Hauptstadt ist. Das interessanteste hier ist sicherlich die beeindruckende, zweistöckige Säulenhalle. Mit vielen Eindrücken, Fotos, geschafft von der Wärme und vom Laufen, aber glücklich geht es wieder ins Hotel.

Heute geht es zum Banteay Srei Tempel, der etwa 20km von Angkor Wat entfernt liegt. Banteay Srei bedeutet „ Zitadelle der Frauen´´ und ist zu meiner Freude eine recht kleine Anlage. Der Tempel ist sehr gut erhalten und zählt daher auch zu den Highlights in Angkor. Der Tempel wurde von Bäumen befreit und verwandelt sich daher auch gern einmal in einen Backofen, gerade jetzt am Ende der Trockenzeit. Daher immer ausreichend Getränke mitnehmen. Der Tempel blieb übrigens nach der Entdeckung Angkor Wats noch einige Jahre verborgen und wurde erst 1914 zufällig entdeckt.

 

Weiter geht es zum letzten Tempel meiner Kurzreise – dem Banteay Samre. Banteay Samre bedeutet „Festung der Samré´´. Die Samré sollen ein
Volksstamm hier gewesen sein. Auch dieser Tempel ist recht klein. Dieser Tempel befindet sich etwas abseits der üblichen Touristenpfade. Die Baukunst,
die man hier bewundern kann, ist schon sehr beindruckend und man bekommt einen Eindruck der handwerklichen Fähigkeiten der Erbauer.

Es geht wieder zurück zum Hotel mit einem kurzen Abstecher zum West Baray Lake – allerdings ohne Wasser, da die Trockenzeit gerade zu Ende ist und
weit und breit kein Wasser zu sehen ist.

Am Abend habe ich noch den Nachtmarkt besucht. Wer allerlei Kitsch, Kram und Mitbringsel sucht, ist hier genau richtig. Und wer noch etwas trinken
möchte, geht noch auf die Pub – Street. Hier ist überall Livemusik und ständig irgendwo Happy Hour.

Heute geht es zurück nach Deutschland. Doch vorher geht es noch kurz ins Angkor National Museum. Hier kann man all das, was man über die Tempel
gehört hat und sich vielleicht auf Grund der Fülle der Informationen nicht merken konnte, noch einmal nachlesen.

Und am Nachmittag geht es dann auch schon wieder zurück zum Flughafen, mit Thai Smile nach Bangkok und von da aus mit Thai Airways ( jetzt mit der Boing777 ) zurück nach Frankfurt. Da ich so geschafft bin von all den Eindrücken der letzten Tage, freu ich mich auf leckeres Essen bei Thai Airways, ein Glas Rotwein und auf ein paar Stunden Schlaf. Und zurück in Frankfurt mit vielen tollen Eindrücken  – 20 Grad weniger als in Angkor….

Bayon TempelBayon Tempel
Tropischer Regen in Angkor WatTropischer Regen in Angkor Wat
Angkor Wat TempelAngkor Wat Tempel
Angkor Wat TempelAngkor Wat Tempel

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