November 11th, 2013

Aktuelle Lage in Bangkok – Hintergrundinformationen und Berichte sowie aktuelle Einschätzungen zur Situation in Bangkok

Stand: 07.02.2014

Der Blog zur Lage in Bangkok wird hiermit vorerst nicht weitergeführt, weil sich die Lage vollständig normalisiert hat.

 

 

Letzter Eintrag:

Stand: 06.02.2014

Die Opposition hat heute informiert, dass sie zwei weitere Bühnen im Stadtzentrum von Bangkok abbauen werde, um die Verkehrslage in der Sukkhumvit Region weiter zu entspannen. Der Abbau soll bis Samstag abgeschlossen sein.

Alle Bangkok Programme finden weiterhin planmäßig statt und seit fünf Tagen werden alle Touren und Ausflüge ohne Einschränkungen durchgeführt.

Da die Gesamtsituation sich vollkommen normalisiert hat und inhaltlich nichts Bedeutsames hinzugefügt werden kann, wird der Blog zum Thema Bangkok zunächst nicht weitergeführt, bleibt aber noch bis 20.02.2014 an dieser Stelle erreichbar.

Wir danken allen interessierten Leserinnen und Lesern für die Aufmerksamkeit, für Kommentare und die vielen nützlichen Hinweise und Tipps sowie eigene Kommentare.

 

 

Vorherige Einträge:

Stand: 05.02.2014

Heute erreichte uns eine Zuschrift, von Gästen, die zum wiederholten Male in Bangkok Teile ihres Urlaubs verbrachten und auch am Termin der Parlamentswahl, am 02.02.2014 in Bangkok waren. Unsere Gäste hatte zuvor überlegt, in diesem Jahr den Aufenthalt in Bangkok durch eine Umbuchung, die wir bis 09.02.2014 angeboten hatten, zu vermeiden, entschieden sich letztendlich aber für einen Aufenthalt.
Hier die Zuschrift von Doris Z., für die wir uns ganz, ganz herzlich bedanken:

„Liebe Frau XXXX,

Bangkok war zum Glück dann problemlos. Wir haben halt die Plätze gemieden, die von Protestierenden besetzt waren.
Das war zwar ein bisserl schade, weil wir uns nicht so frei bewegen konnten, aber wir waren ja schon vorher einmal da.
Bei der Rückreise hatten wir noch eine Nacht und einen Tag in Bangkok und da blieben wir am 2.Feb wegen der Wahlen nur im Hotel und fuhren sehr früh zum Flughafen, um auf Nummer sicher zu gehen.
Insgesamt waren wir froh, dass wir Bangkok nicht ausgelassen haben. In den Medien kommt es wohl schlimmer rüber als es ist, weil dort Momentaufnahmen aus gewissen Teilen der Stadt gezeigt werden und es sich wirklich um Einzelereignisse handelt.“

 

 

Nachtrag: 04.02.2014

Durch den Abbau zweier Bühnen im Stadtzentrum von Bangkok an zwei Verkehrsknotenpunkten (anstatt im Regierungsviertel wurde die Bühnen am Victory Monument abgebaut), hat sich die Verkehrssituation in der Stadt weiter entspannt.

Sie Wahlkommission hat unterdessen mitgeteilt, dass die Wahlbeteiligung an der Parlamentswahl am 02.02.14 nach vorläufigen Ergebnissen bei unter 50  Prozent lag. Für die Wahlkreise, in denen nicht gewählt werden konnte, bzw. keinen Kandidaten zur Verfügung standen, muss nach thailändischem recht eine Nachwahl innerhalb von 180 Tagen stattfinden. Die ersten Nachwahlen wurden jetzt für den 23.02.14 anberaumt.

Die Opposition kündigte unterdessen an, dass man weiter friedlich und mit demokratischen Mitteln für Veränderungen in der Gesellschaft und eine politische Erneuerung kämpfen wird.

Stand: 04.02.2014

Nachdem der Wahlsonntag in Bangkok ohne nennenswerte Vorkommnisse verlaufen ist, dominierte auch am Montag eine vollkommen alltägliche Atmosphäre. Zwei Bühnen, an denen die Opposition Kundgebungen und Musikevents veranstaltete, eine an der Latprao Kreuzung und eine weitere im Government Complex Chaeng Wattana wurden planmäßig abgebaut, so dass es noch 5 Kundgebungsort / Veranstaltungsbühnen in der Stadt gibt. Wie bereits berichtet, gibt es kein vorläufiges Endergebnis der gestrigen Wahl, da insbesondere im Süden des Landes viele Wahllokale geschlossen blieben.
Die Demokratische Partei hat bereits angekündigt, dass sie das Verfassungsgericht anrufen wird, falls es unter den jetzigen Umständen ein amtliches Endergebnis geben wird.

Das öffentliche und tägliche Leben ist von diesen politischen Ereignissen unbeeindruckt und nicht betroffen. Auch wir bieten alle unsere Dienstleistungen vor Ort planmäßig an.

Unsere Sonderregelung für Bangkok Aufenthalte, die bis 09.02.14 Aufenthalt vor Ort gültig ist, wird nicht verlängert, da aus unserer Sicht eine vollständige Normalisierung eingetreten ist.

 

 

 

Stand: 02.02.2014

Nach einem sehr turbulenten Wahltag wurden die Wahllokale in Thailand geschlossen. Nach Ansicht von unabhängigen Beobachtern wie z.B. dem Human Rights Watch Mitarbeiter Sunai Phasuk könne man die gesamte Wahl des heutigen Tages „nicht als friedlich bezeichnen“. Dies bezog er im Gesamtkontext seiner Twittermeldung auf das Verhalten von Demonstranten, die besonders im Süden Thailands und in Bangkok sehr strikt versucht hatten, die Öffnung von Wahllokalen zu verhindern, ohne dass es dabei aber zu nennenswerten Auseinandersetzungen kam.

Andere Beobachter verweisen eher darauf, wie wichtig diese Wahl für die Stabilität und die politische Kultur des Landes ist. Politische Beobachter und Kenner des Landes schätzen die Wahl aber insgesamt als überraschend friedlich ein, wenngleich, wie gestern schon angekündigt, in mehr als 40 Wahlbezirken aus unterschiedlichen Gründen nicht gewählt werden konnte. Zuvor waren am späten Samstagnachmittag (Ortszeit) in einem Vorort von Thailands Hauptstadt Regierungsanhänger und Oppositionelle aufeinander getroffen, wobei es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Gruppen kam. Im Gegensatz dazu griffen die zahlreich eingesetzten Sicherheitskräfte am Wahlsonntag nicht ein und die Wahl verlief ohne gewalttätige Zwischenfälle.

In mehr als 40 Wahlkreisen im Süden Thailands und in Bangkok öffneten Wahlleiter die Wahllokale jedoch nicht, weil entweder Stimmzettel nicht angekommen waren oder Wahlhelfer nicht erschienen oder der Zugang zu den Wahlbüros von Demonstranten erschwert wurde. Damit hat die Opposition, die letztendlich doch zum Wahlboykott aufgerufen hatte, nach Ansicht der Wahlkommission (EC), ein Ziel erreicht. Die Wahl wird nach Meinung der EC in ihrer jetzigen Form nicht gültig sein, da nach thailändischem Recht mindestens 95 Prozent der Abgeordneten gültig gewählt sein müssen. Auf Grund der Tatsache, dass sich in einigen Wahlkreisen keine Abgeordneten zur Wahl aufstellen ließen und in mehr als 40 Wahlkreisen nicht gewählt wurde, halten viele Beobachter die heutige Wahl ohne weitere Nachwahlen für nichtig. Allgemein wird davon ausgegangen, dass das vorläufige Zwischenergebnis nicht veröffentlicht wird.

Wir werden ab Montag, dem 03.02.2014 wieder regulär alle Touren und Ausflüge in Thailand anbieten, die wir wegen der erwarteten Verkehrsbehinderungen am heutigen Sonntag ausgesetzt hatten. Unsere Informationsquellen gehen nicht davon aus, dass sich die Lage mittelfristig verschlechtern wird, weshalb wir ab Morgen alle Dienstleistungen in Bangkok auf den regulären Normalbetrieb stufen, wie im Rest des Landes.

Unser genereller Hinweis, politische Demonstrationen zu meiden, bleibt uneingeschränkt weiter gültig. Auch bitten wir unsere Gäste, stets auf Informationen unserer Reiseleitungen vor Ort zurück zu greifen und diesen auch Folge zu leisten.

Zum Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes geht es hier …[mehr]

 

 

Stand: 01.02.2014

Die Opposition unter ihrem Führer Suthep hat am Samstag für den morgigen Wahltermin nochmals einen „Shutdown“ für das Zentrum für Bangkok angekündigt. Sie will durch Sitzblockaden den Straßenverkehr weitestgehend lahmlegen, weshalb wir kurzfristig entschieden haben, präventiv am Sonntag keine organisierten Ausflüge anzubieten. Unsere Gäste vor Ort wurden informiert und die Ausflüge auf Alternativtermine geändert. Bis auf erhöhte Verkehrsbehinderungen sind nach aktueller Einschätzung keine weiteren Einschränkung zu erwarten. Alle öffentlichen und gesellschaftlichen sowie Unterhaltungseinrichtungen haben uneingeschränkt geöffnet.
Unser gestriger Hinweis zum Fernhalten von Demonstrationen politischer Art, gilt uneingeschränkt weiter. Unsere Reiseleitungen in Bangkok stehen den Gästen rund um die Uhr zur Verfügung. Auch für Transfers planen wir am Sonntag wieder eine verlängerte Reisezeit in Bangkok ein. Dies gilt nicht für Transfers in das Umland oder zu den Küstenregionen

Die Wahlkommission hat unterdessen mitgeteilt, dass sie befürchtet, dass die Wahlen auf Grund organisatorischer Probleme ungültig sein könnten, worauf die amtierende Ministerpräsidentin bereits hingewiesen wurde. Die Regierung hat zur Durchführung der Wahlen mehr als 90.000 Wahllokale eingerichtet und zur Absicherung etwa 140.000 Polizisten im Dienst, davon circa 8.000 in Bangkok. Von den knapp 50 Millionen wahlberechtigten, leben etwa 10 Prozent in Bangkok. Es gibt 375 Wahlkreise von denen in 28 keine Kandidaten zur Verfügung stehen und in weiteren 16 Wahlkreisen nur jeweils eine Kandidatur vorliegt.

Ab Montag werden wir alle Ausflugsprogramme wieder wie gewohnt anbieten, beobachten die Situation aber sehr aufmerksam.

 

 

Stand: 31.01.2014

Am Sonntag, dem 02.02.2014 stehen die von der Opposition abgelehnten Wahlen zum thailändischen Parlament an (wir berichteten). Die Regierung hat wie angekündigt zur reibungslosen Durchführung der Wahlen. Insgesamt wurden zur Durchführung der Wahlen etwa 10.000 Sicherheitskräfte. Die Opposition hat Ihre Anhänger zu friedlichen aber permanenten Protesten gegen die Wahl aufgerufen, will sich aber nicht der Wahl entziehen. Sie will Ihre „Happenings“ an 7 Bühnen im Zentrum am Wochenende verstärken und damit eine friedliche „Partyatmosphäre schaffen.
Unterdessen wurden für Regierungsmitglieder die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, um jegliche Behinderungen bei der Stimmabgabe zu vermeiden.

Durch die Wahlkommission  wurde heute bekannt, dass in ländlichen Regionen keine oder nur ungenügend Wahlunterlagen angekommen sind und dadurch die Wahl in ihrer Rechtsgültigkeit gefährdet sein könnte.

Sicherheitstechnisch gab es keinerlei Vorkommnisse in den letzten 48 h. Unsere Lage- und Sicherheitseinschätzung bleibt bestehen. Am Sonntag, dem 02.02.2014 bitten wir all unsere Gäste ausdrücklich, von allen Demonstrationen und großen politischen Veranstaltungen und den daraus resultierenden Menschenansammlungen fernzubleiben. Einschränkungen bei Ausflügen, Touren, Restaurantbesuchen, Einkaufsbummeln usw sind aus unserer Sicht nicht zu befürchten.

Wir beobachten die Entwicklung weiterhin.

 

 

Stand: 29.01.2014

Auch nach dem Treffen zwischen der amtierenden Ministerpräsidentin Yingluck und Vertretern der Wahlkommission am gestrigen Dienstag bleibt der Wahltermin für die Parlamentswahlen am 02.02.2014 bestehen. Um Wahleinschränkungen wie am Vorwahlsonntag (wir berichteten) zu verhindern, wird die Regierung m kommenden Sonntag 10.000 Polizisten in Bangkok einsetzen, um reibungslose Wahlen in der Stadt zu garantieren. Außerdem soll es für die Bezirke, in denen es bei den Vorwahlen zu Behinderungen kam, Nachwahlen geben, deren Termin aktuell noch nicht fest steht.

Die von der regierenden PT Partei beantragten Haftbefehle gegen führende Oppositionsmitglieder und Anführer der Demonstrationsbewegung wurden am heutigen Mittwoch durch das oberste Strafgericht abgewiesen.

Im Übrigen ist die Situation in Bangkok unverändert.

 

 

Stand: 28.01.2014

Wie gestern berichtet, findet heute seit 14 Uhr (Ortszeit) ein Treffen zwischen der amtierenden Ministerpräsidentin Yingluck und der Wahlkommission statt. Ziel der Wahlkommission ist es, eine Verschiebung des für kommenden Sonntag angesetzten Wahltermins zu erreichen.
Die Opposition unter ihrem Führer Suthep hat bis zu einer endgültigen Entscheidung darüber alle weiteren Gespräche abgesagt. Gleichzeitig forderte der Oppositionsführer die vorläufige Regierung auf, das von Ihr zur Durchführung der Wahlen und  Umsetzung der Notverordnungen gegründete „Zentrum für Frieden und Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung“ CMPO aufzulösen, weil diesem die parlamentarische Grundlage fehle.
In Teilen der Opposition wird vermutet, dass die Regierung die durch die Demonstranten besetzten Ministerien in Kürze räumen lassen will. Ein Regierungsvertreter selbst hatte dazu den 03.02.2014, ein Tag nach den geplanten Wahlen, ins Spiel gebracht, dabei aber betont, dass diese geplante Räumung nur mit gewaltfreien Mitteln durch Polizei und Militär gemeinsam erfolgen würde.

Unterdessen hat die Anti Korruptionsbehörde Thailands heute mitgeteilt, dass sie ein formelles Verfahren gegen die amtierende Ministerpräsidenten Yingluck einleiten werde, bei dem es um ihre Rolle als Vorsitzende eines Regierungskomitees geht, das die Zahlungen von Subventionen an Reisbauern beschlossen hat, die in den ärmeren Regionen des Landes leben und traditionell zu den Unterstützern der Thaksin familie, zu der die Ministerpräsidentin gehört, zählen.
Nach Aussage eines Vertreters der Anti Korruptionsbehörde, könnte dieses Verfahren in etwa vier Wochen abgeschlossen sein, der Ausgang sei aber völlig offen.

Bei einer Provokation gegen die Demonstranten, die vor den heutigen Tagungsort der Wahlkommission gezogen waren, konnte der Fahrer des Motorrades, der auf die Demonstranten geschossen haben soll, gestellt werden. Die Behörden erhoffen sich erste Erkenntnisse über Hintergründe der Provokationen, da weder Regierung noch Opposition Verantwortung für solche Handlungen übernehmen und sie der jeweils anderen Seite zuweisen.

Trotz der politischen Verhandlungen und Diskrepanzen bleibt die Situation weiter friedlich und besonnen, was von Beobachtern als ein wichtiges Zeichen für eine Demokratisierung des Prozesse gewertet und als positives Zeichen angesehen wird.

Auch weiterhin verlaufen das öffentliche und touristische Leben in der Stadt vollkommen normal und es gibt bis auf gelegentliche Verkehrsbehinderungen, keine Einschränkungen. Wir stehen natürlich weiterhin in sehr engem Kontakt mit unseren zahlreichen Gästen in Bangkok und beobachten die Lage auch weiterhin sehr aufmerksam.

 

 

Stand: 27.01.2014

Am 26.01.2014 begannen die Vorwahlen (analog zur in Deutschland üblichen Briefwahl – Anm. ID Reisewelt)  für die von der Übergangsregierung angesetzten Neuwahlen am 02.02.2014. Die Opposition, die gegen diesen Termin, aber auch insgesamt gegen demokratische Neuwahlen durch das thailändische Volk und für die Einsetzung einer technokratischen Expertenregierung ist, versuchte diese Vorwahlen durch Sitzblockaden und Demonstrationen vor den Wahllokalen zu verhindern oder zumindest stark einzuschränken.

In 39 von 50 Distrikten Bangkoks sind die Vorwahlen deshalb abgesagt worden. Außerdem wurden in 10 Provinzen im Süden des Landes die Vorwahlen verhindert. In den übrigen 66 Provinzen Thailands sind die Vorwahlen problemlos verlaufen.
Insgesamt waren 375 Wahllokale geöffnet, von denen 83 nicht zugänglich waren. Für die eigentliche Wahl am 2.2.2014 werden etwa 100.000 Wahllokale öffnen. Auch für diese Wahl werden in den gleichen Bezirken und Provinzen in denen die Vorwahl behindert wurden, wieder Aktivitäten der Opposition erwartet.

Insgesamt verlief der Sonntag zunächst sehr ruhig und friedlich, wurde am späten Nachmittag aber von einem tragischen Ereignis überschattet, bei dem ein Anführer der Oppositionsbewegung getötet wurde. Er hatte mit weiteren Anhängern der Opposition vor einem Wahllokal in einem Vorort von Bangkok demonstriert und dort die Vorwahlen unmöglich gemacht. Nach Schließung des Wahllokals zogen die Demonstranten ab und stießen dabei auf eine größere Gruppe von Sympathisanten der aktuellen Regierung. Dabei kam es zu einem Zwischenfall, bei dem aus der Menge der Regierungsanhänger auf die Gruppe der Oppositionellen geschossen wurde. Dabei wurden insgesamt 9 Menschen verletzt und der Oppositionsführer so sehr, dass er später an den Folgen der Kopfverletzung verstarb. Die örtlichen Behörden haben die Ermittlungen aufgenommen. Entgegen einiger Agenturmeldungen ereignete sich die von uns verurteilte Attacke nicht im Standzentrum von Bangkok, sondern im Vorort von Bang Na, in dem wir keine Beobachter haben und deshalb auf offizielle Quellen angewiesen sind.

Wir haben nach diesem Zwischenfall unsere Beobachtungen wieder verstärkt. Die Abend- und Nachtstunden bleiben aber friedlich. Unabhängige Beobachter gehen derzeit von einem tragischen Einzelfall aus, den wir aufs Schärfste verurteilen.

An der Gesamtbeurteilung der Situation in Bangkok ändert dies aber nichts. Wir gehen gemeinsam mit allen nennenswerten Beobachtern davon aus, dass die Proteste weiterhin insgesamt friedlich bleiben und die Wahl am kommenden Sonntag unter Umständen doch noch verschoben wird, da kurzfristig ein Treffen der Wahlkommission mit der amtierenden Ministerpräsidentin Yingluck für den 28.01.2014 anberaumt wurde. Die Situation in Bangkok ist unverändert stabil und das öffentliche Leben am heutigen Montag verlief so normal, wie in den vergangenen Tagen und Wochen auch.
Nächtliche Einschränkungen sind durch die amtierende Regierung weiterhin nicht geplant, so dass die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung und der Gäste der Stadt unverändert uneingeschränkt ist.

Den Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes finden Sie hier…. [mehr]

 

 

Stand: 24.01.2014

Die Situation in Bangkoks Innenstadt ist unverändert ruhig. Am Wochenende wird erwartet, dass an den sieben Veranstaltungsplätzen (Bühnen) in den Abendstunden wieder mehr Menschen verweilen werden, um bei den geplanten Reden und Konzerten dabei zu sein. Die Verkehrssituation hat sich seit dem Inkrafttreten der Notverordnungen für das Stadtgebiet und drei weitere Bezirke nicht verändert.
Die Interimsregierung teilte mit, dass keine nächtlichen Ausgangssperren geplant seien oder andere Eingriffe in das öffentliche oder / und touristische Leben stattfinden werden
Unterdessen bestätigt sich, dass gerade das alltägliche Leben vor Ort einen immer normaleren Gang geht.
Wie bisher schon, finden alle Touren, Ausflüge, Transfers usw. von uns normal und planmäßig statt.

Wir planen, in Kürze die verstärkte Reiseleiterpräsenz auf das normal Maß zurückzufahren.

Natürlich beobachten wir die Situation weiter sehr genau und raten wie stets von der Beteiligung an politischen Demonstrationen ab.. Auch sollten Menschenmengen gemieden werden, die sich zu solchen oder ähnlichen Kundgebungen zusammenfinden.

Hier geht es zum seit 22.01.2014 unverändert gültigen Sicherheitshinweis des Auswärtigen Amtes: [mehr]

 

 

Stand: 23.01.2014

Nach Inkrafttreten der polizeilichen Sonderregelungen für Bangkoks Innenstadt und drei angrenzende Stadtbezirke ist die Lage unverändert. Das öffentliche Leben der Stadt ist, wie zuvor auch, vollkommen unbeeinflusst und Bangkoks regionale und touristische Einrichtungen für jedermann und uneingeschränkt nutzbar.
Keiner unserer zahlreichen Bangkok Gäste machte vor Ort von der Möglichkeit Gebrauch, in eine andere Region umzubuchen. Wir bieten dennoch weiterhin unsere am 22.01.2014 veröffentlichte Sonderregelung für Bangkok Aufenthalte bis 09.02.2014 an.
Transfers werden wieder ohne einen zusätzlichen Zeitpuffer durchgeführt. Ausflüge werden seit geraumer Zeit wieder normal angeboten.

 

 

Stand: 22.01.2014

Die Notstandsverordnung der Interimsregierung ist seit Mitternacht (Ortszeit) des heutigen Mittwochs in Kraft. Entgegen einiger Falschmeldungen in Medien gilt das Notstandsrecht nicht im ganzen Land, sondern im Stadtgebiet von Bangkok und darüber hinaus für die anderen Bezirke, für die seinerzeit bereits der ISA (Sicherheitsregime) in Kraft gesetzt wurde. Das sind die Region um den internationalen Flughafen (Samut Prakarn), die Thai Com Station (Patum Thani) sowie das Regierungsviertel (Nonthaburi). Der Notstand wurde für 60 Tage ausgerufen, laut Regierung, um die Proteste gegen die Regierung  angemessen kontrollieren zu können und um die demokratischen Wahlen am 2.2.2014 abzusichern.
Die Opposition erklärte nach Ausrufung der Verordnung, dass sie sich nicht daran gebunden fühlt und weiter friedlich, aber gerade an dem unter Notstandsrecht stehenden Ort des Regierungsbezirks demonstrieren werde. Die Anhänger wurden aufgefordert, durch Sitzblockaden und Gebete Ihre Friedfertigkeit zu demonstrieren. Der Oppositionsführer Suthep wies am gestrigen Dienstagabend nochmals darauf hin, dass von den Demonstranten keinerlei Gewalt ausgegangen war und auch nicht ausgehen werde und deshalb die Ausrufung des besonderen Polizeirechts eine übertriebene Maßnahme sei, die von der Opposition aus diesem Grunde auch nicht respektieret würde.
Das öffentliche Leben in der Stadt ist vom Notstandsrecht nicht betroffen. Weder die Bevölkerung noch Touristen werden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, noch gibt es aktuell besondere Behinderungen im Straßenverkehr und auch alle Geschäfte, Restaurants, Banken, Sehenswürdigkeiten usw. sind normal geöffnet.
Wir können unsere Ausflüge und Transfers wieder normal durchführen und keiner unserer Gäste vor Ort möchte seinen gebuchten Bangkok Aufenthalt umbuchen. Dennoch stehen wir aktuell weiter in besonders engem Kontakt zu unseren Gästen vor Ort in Bangkok, um jederzeit über die Lage informieren und gegebenenfalls reagieren zu können.

Da wir das Befinden unserer Gäste, ihre Bedenken und eventuelle Sorgen aber besonders ernst nehmen und verstehen können, dass auf Grund undifferenzierter oder sogar falscher Informationen hier in Deutschland ein „ungutes“ Gefühl für einen bevorstehenden Bangkok Aufenthalt besteht, bieten wir allen Gästen mit Bangkok Programm eine Kulanzlösung an:

-    Alle Gäste, die bis 09.02.2014 einen Bangkok Aufenthalt aus unserem Programm gebucht haben, können ohne Stornierungskosten auf folgende Alternativziele umbuchen:
a)    Kanchanaburi Region
b)    Khao Yai Nationalpark
c)    Sukkothai
d)    Chiang Mai
e)    Chiang Rai
f)    Isaan Region
-    Eventuelle Mehrkosten für zusätzliche Transfers oder höhere Hotelkosten sind von den Reisenden in vollem Umfang zu tragen
-    Pro Umbuchung wird lediglich eine einmalige Aufwandsentschädigung von EUR 30,- erhoben

Wir sind natürlich weiterhin in sehr engem Kontakt mit Behörden und unabhängigen Informationsquellen vor Ort sowie stimmen wir unser Vorgehen entsprechend der Vorgaben des Auswärtigen Amtes ab. Aus unserer Sicht hat sich die Lage in Bangkok in den vergangenen Tagen insgesamt verbessert und stellt keine Gefährdung von Reiseplänen dar. Damit teilen wir die Ansicht des Auswärtigen Amtes, dessen Sicherheitshinweis zu Thailand Sie hier finden [mehr]

Ein Recht auf kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen von Reisen nach Bangkok und oder Thailand besteht weiterhin nicht.

 

 

Nachtrag: 21.01.2014

Die amtierende thailändische Übergangsregierung unter Ministerpräsidentin Yingluck hat am heutigen Dienstag beschlossen, ab Mittwoch, dem 22.01.2014 für 60 Tage Ausnahmegesetze für Bangkok und die Teile der Regionen Nonthaburi, Pathum Thani und Samut Prakan in Kraft treten zu lassen. Diese Notstandsgesetze ermöglichen den Ordnungs- und Sicherheitskräften weitreichende Befugnisse und schränke demokratische Grundrechte teilweise ein.
Hierzu zählen:
-    Die Verhängung von Ausgangssperren
-    Verdächtige können ohne Anklage längere Zeit festgehalten werden
-    Medien können zensiert werden
-    politische Versammlungen können weitestgehend untersagt werden
-    für bestimmte Teile der Stadt kann der Zugang verboten werden.
Das Inkrafttreten der Ausnahmegesetze war erwartet worden, nachdem am Sonntag ein Angreifer bei einer Attacke auf Demonstranten insgesamt 28 Personen verletzte, 7 davon schwer. Die Übergangsregierung begründet den Schritt mit der Notwendigkeit einer ungestörten Vorbereitung der angesetzten Neuwahlen.

Der bisherige Arbeitsminister des Landes wurde zum Leiter des Zentrums zur Überwachung der Einhaltung der Ausnahmeregelungen bestimmt. Offen bleibt, ob die geplanten Neuwahlen am 02.02.2014 stattfinden werden. Dazu wird der Oberste Gerichtshof Thailands am 26.01.2014 eine endgültige Entscheidung fällen.

Unterdessen haben wir festgestellt, dass weitaus weniger Demonstranten an den neuralgischen Punkten demonstrieren. Diese Analyse wird auch von unabhängigen Beobachtern und Medien bestätigt. In Südthailand demonstrierten einige hundert Regierungsgegner vor Rathäusern. Die Gesamtlage blieb seit Sonntag aber äußerst ruhig und ohne Zwischenfälle.

Gäste von uns und Touristen sowie Besucher der Stadt waren weder von den Demonstrationen noch sind sie von den Ausnahmeregelungen betroffen und werden dies auch künftig nicht sein. Besuchern der Stadt wird auch weiterhin eine uneingeschränkte Reisefreiheit zugesichert, solange sie sich nicht an Demonstrationen und verbotenen Versammlungen beteiligen.

Unser Hinweis, politischen Demonstrationen und dazugehörigen Menschenansammlungen fernzubleiben, gilt uneingeschränkt weiter. Wir stellen in Bangkok auch weiterhin ein erweitertes Betreuungsangebot zur Verfügung und planen Transferzeiten weiterhin sehr großzügig.

Alle öffentlichen Einrichtungen, Behörden, Geschäfte, Restaurants sowie das gesamte öffentliche Leben der Stadt sind ohne Einschränkungen verfügbar bzw. verlaufen normal.

Wir beobachten die Lage auch weiterhin sehr aufmerksam und gehen auch weiterhin von einem normalen Betrieb aus. Ein Recht auf kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen von Thailand oder Bangkok Reisen besteht weiterhin nicht.

Hier finden Sie den amtlichen Hinweis des Auswärtigen Amtes:
http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ThailandSicherheit.html

Stand: 21.01.2014

Am gestrigen Montagabend erreichte uns ein Gästekommentar von Reisenden, die erst jetzt aus Bangkok zurück gekommen sind. Dieser zeigt, wie unterschiedlich Ereignisse wahrgenommen werden können, je nachdem wo man sich befindet.

Hier das wörtliche Zitat:
„Ein Ärgernis war der frühe Airport-Transfer in Bangkok. Wenn man die Kunden 5 Stunden früher zum Airport  bringt, bei einer Fahrzeit von einer halben Stunde und sich  Empfehlungen vom Auswärtigen Amt als Ausrede nimmt, grenzt das schon an Unverschämtheit. Demonstrationen fanden nicht statt. Also kann man die Kunden auch vorher noch informieren. Mit freundlichen Grüßen R. B. und M. P.“

Unsere Gäste vor Ort empfinden die Situation in Bangkok so derart normal, dass unsere Vorkehrungen, die wir im Sinne unserer Gäste treffen, teilweise als störend empfunden werden.

 

 

Stand: 20.01.2014

Das Wochenende 18. / 19.01.204 verlief sehr unterschiedlich.
Während der Samstag ausschließlich von friedlichen Demonstrationen und einer sehr versöhnlichen Atmosphäre geprägt war, die  mit der Öffnung der Tore des Polizeihauptquartiers endete, vor dem die Abschlusskundgebung mit etwa 10.000 Demonstranten stattfand, von denen etwa 2.000 die Möglichkeit nutzten, das Hauptquartier der Bangkoker Polizei besichtigten, verlief der Sonntag dramatischer.

Ziel der Demonstranten am Samstag war es, die Provokateure zu ermitteln, die mit Anschlägen immer wieder versuchen, die Stimmung anzuheizen. Hier beschuldigen sich Regierungsgegner und Regierungsunterstützer gegenseitig, für die Provokationen verantwortlich zu sein. Einerseits wird behauptet, die amtierende Regierung versuche mit aller Macht, ihre Position zu verteidigen. Danach soll der Bruder der noch Ministerpräsidentin Yingluck, Thaksin, versuchen, durch Machenschaften im Hintergrund, eine Atmosphäre der Unsicherheit zu schaffen, aus der er Profit schlägt und als „starker Präsident“ zurückkehren könne. Thaksin wurde 2006 als Ministerpräsident gestürzt und später wegen Korruption und Veruntreuung rechtskräftig verurteilt. Vor Antritt der Strafe flüchtete er ins Ausland und stellt sich nicht den thailändischen Behörden.
Andererseits behaupten die Unterstützer der aktuellen Regierung, dass die Provokationen von den Demonstranten selbst ausgehen, um das Militär zum Eingreifen zu bewegen und eine Neuwahl zu verhindern und damit den Weg für eine nicht demokratisch gewählte Regierung zu ebnen. Darüber hinaus kursieren in Medien und unter den Protestanführern verschiedene Verschwörungstheorien, die bis dahin reichen, dass di Bangkoker Polizei eng mit der Regierung zusammenarbeite, weshalb die Abschlussdemonstration vor dem Hauptquartier der Polizei stattfand.

Der Sonntag war von einer solchen Provokation geprägt. Bei einem Zwischenfall am 19.01.2014 vor dem Victory Monument in Bangkok warf ein Angreifer einen Sprengsatz in eine Menge von Demonstranten. Hierbei wurden 28 Personen verletzt, 7 von ihnen schwer. Als Wachleute und Polizei die Verfolgung aufnahmen, zündete der Angreifer einen weiteren Sprengsatz, um sich der Festnahme zu entziehen, was auch gelang. Dabei wurde niemand verletzt.

Der Montag blieb hingegen bis in die späten Abendstunden friedlich. Die Regierungschefin Yingluck hat nochmals betont, dass ihre Regierung jegliche Gewalt ablehnt.

Wir beobachten die Situation weiter sehr aufmerksam und sind mit unseren Gästen, von denen sehr viele in Bangkok weilen, in engem Kontakt. Unsere verstärkte Präsenz von Reiseleitern und Serviceangestellten wird aufrecht erhalten, um jederzeit  optimal reagieren zu können. Ein Recht auf kostenlose Umbuchungen oder Stornierungen von Thailand oder Bangkok Reisen besteht weiterhin nicht.

Hier finden Sie den amtlichen Hinweis des Auswärtigen Amtes:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ThailandSicherheit.html

 

 

Stand: 17.01.2014

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok kam es heute zu einer Explosion inmitten einer Demonstration der Opposition. Dabei wurde niemand lebensgefährlich verletzt. Es gab laut Angaben von Rettungskräften ca. 28 Leichtverletzte.

Die Demonstranten fordern den Rücktritt von Caretaker Premier Yingluck. Die Ministerpräsidentin selbst hält an dem vorverlegten Wahltermin am 02. Februar 2014 fest.

Wir beobachten die Situation sorgfältig und stehen in engem Kontakt mit unseren Kollegen vor Ort. Sollte sich die Situation ändern, informieren wir unsere Gäste umgehend.

 

 

Stand: 16.01.2014

Die Lage in Bangkok bleibt weiterhin entspannt.

Die Regierung und Regierungsgegner werfen sich gegenseitig vor, für die nächtlichen gewaltsamen Vorfälle verantwortlich zu sein. Die PDRC Seite beschuldigt die Regierung und Polizei, dafür selbst verantwortlich zu sein. So soll die Bevölkerung eingeschüchtert werden, damit diese von einer Teilnahme an den Demonstrationen absieht. Die Regierung wiederum wirft der PDRC vor, die Vorfälle selber inszeniert zu haben. Das Militär sei so zum Eingreifen gezwungen, was letztendlich zu einem Militärputsch führen könnte.

Gestern forderte Suthep die Demonstranten auf, Care Taker Premier Yingluck und/oder ihre Kabinettskollegen festzusetzen und gefangen zu nehmen. Aus diesem Grund wurde heute ein Haftbefehl gegen Suthep ausgestellt. Dieser soll laut Surapong, dem Chef der CAPO, sofort von der Polizei umgesetzt werden.

Einige Reisfarmer aus verschiedenen Provinzen haben ebenfalls einen Protest gegen die Regierung angekündigt. Normalerweise sind diese Anhänger von Ex Premier Thaksin und zählen zu wichtigen Wählern der PT Partei. Da die Regierung aber seit Monaten mit der Zahlung an die Reisfarmer im Rückstand ist, wenden sich die Bauern jetzt doch gegen die Regierung. Das Ziel ist die Absetzung der aktuellen Übergangsregierung. Dem Protest der PDRC wollen sich die Reisfarmer allerdings nicht anschließen. Sie werden vor der jeweiligen City Hall demonstrieren und die Antwort der Regierung abwarten. Sollte es keine Einigung geben, fahren die Demonstranten nach Bangkok, um ihre Forderungen vor Ort durchzusetzen. Geplant sei unter anderem die Blockade des Asia Highways.

Wir stehen in engem Kontakt mit unseren Kollegen vor Ort. Sollte sich die Situation ändern, werden wir unsere Gäste unverzüglich darüber informieren.

 

 

Stand: 15.01.2014

Der heutige Tag verlief komplett friedlich. Außer ein paar Märschen zu verschiedenen Regierungsgebäuden gab es keine weiteren Vorkommnisse.

Regierungsgegner Suthep teilte in seiner Rede mit, dass die Regierung ihm angeboten hat, die Wahlen auf den 04.05.2014 zu verschieben. Voraussetzung: der “Bangkok Shutdown” wird beendet. Auf diese Forderung ging Suthep allerdings nicht ein.

Bei dem Treffen der verschiedenen Parteien auf Einladung von Caretaker Premier Yingluck kam man zum Ergebnis, dass an der geplanten Neuwahl am 02.02.2014 festgehalten werden soll.

Der “Bangkok Shutdown” wird unterdessen von einigen Nachrichtenagenturen als Flop beschrieben. Der befürchtete Zusammenbruch des Bangkoker Verkehrs blieb komplett aus. Außerdem sei die Teilnehmerzahl der Protestaktion um etwa 50 % im Vergleich zum ersten Tag zurück gegangen.

Unsere Ausflüge am morgigen Tag (16.01.2014) finden wie gewohnt statt. Wir beobachten die Situation aufmerksam und informieren unsere Gäste unverzüglich, sollte sich die Situation ändern.

 


Stand: 14.01.2014

Wie auch in den Medien berichtet wird, verliefen die als „Bangkok Shutdown“ angekündigten Demonstrationen vom gestrigen Montag friedlich und auch die Nacht zum heutigen Dienstag sowie der gesamte Tagesverlauf war von friedlichen Kundgebungen auf den insgesamt sieben Bühnen in der Stadt geprägt.

Nach Rücksprache und in Abstimmung mit den lokalen Sicherheitsbehörden und in Anbetracht des aktuellen Reisehinweises des Auswärtigen Amtes zu Thailand und Bangkok, werden wir ab 15.01.2014 wieder alle Tagestouren in der Stadt im vollen Umfang durchführen.

Auf einer Sitzung der amtierenden Regierung unter Care Taker Premier Yingluck wurde über den Vorschlag der EC (Election Commission) bezüglich einer Verschiebung der Wahl diskutiert. Die Regierung zeigt sich mittlerweile kompromissbereit und will von ihrem Wahltermin im Februarabrücken und dem Vorschlag der Wahlkommission folgen.

Die so genannten Demokraten und die PDRC Partei haben bereits bekannt gegeben, dass sie an diesem Meeting nicht teilgenommen haben. PDRC Anführer Suthep hatte bereits vorher klargestellt, dass es keine Kompromisse geben wird und, dass auch eine Verschiebung der Wahl der PDRC nicht ausreiche. In einer Rede des Demonstrationsanführers Suthep machte dieser nochmals deutlich, dass für die Demonstranten nur ein Rücktritt der amtierenden Regierung akzeptabel sei und die friedlichen Kundgebungen weitergehen werden

Hier bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt. Wir beobachten Die Situation sehr aufmerksam.

 

Stand: 13.01.2014

Der so genannte und von den Demonstranten angekündigte Bangkok Shutdown hat entgegen den Angaben der PDRC bereits am Sonntagnachmittag begonnen (12.01.2014). Der Tag blieb wie erwartet friedlich und im Vorfeld geäußerte Spekulationen über bürgerkriegsähnliche Gefahren in Thailand haben sich erwartungsgemäß nicht bestätigt.

Insgesamt wurden, wie bereits am 08.01.2014 berichtet, lediglich an sieben der ursprünglich 20 geplanten Plätze demonstriert.

Die Kreuzung Latprao und die Gegend des Government Complex Chaeng Wattana wurden bereits am Sonntagnachmittag gesperrt und es wurden Bühnen aufgebaut.

Außerdem wurde am frühen Sonntagabend die Hauptbühne am Pathumwan aufgebaut, d.h. die große Shopping Gegend mit MBK, Siam Paragon und Siam Center war ab Sonntagabend gesperrt.

Der Bangkoker Skytrain ist wie angekündigt normal im Betrieb.

In der späten Nacht am Sonntagabend wurden außerdem die Bühnen an der Asok Kreuzung und am Victory Monument aufgebaut.

Am frühen Montagmorgen wurde dann auch die Bühne “Lumpini” an der Kreuzung Rama 4 / Sathorn aufgebaut.

Ansonsten gab es in der Nacht auf den 13.01.2014 zwei Vorfälle.

Zum einen  wurde die Zentrale der demokratischen Partei in der Nacht beschossen, es gab hier glücklicherweise keine Verletzten.

Zum anderen kam zu einem Zwischenfall, bei dem eine Person angeschossen wurde.

Laut Zeitungsbericht gab es ein Handgemenge und es habe sich unbeabsichtigt ein Schuss gelöst.

Für Beruhigung sorgten offenbar die Äußerungen des Militärs und auch der Ordnungskräfte, sich neutral zu verhalten, aber friedliche Demonstranten zu schützen und keine Provokationen zu dulden, die der  öffentlichen Sicherheit schaden könnten.

Inzwischen gab es von Seite der EC (Election Commission) einen Brief an Care Taker Premier Yingluck, in dem eine Verschiebung der Neuwahlen auf den 04.05.2014 angeregt wird.

Wir beobachten die Lage weiterhin sehr aufmerksam und stehen in sehr engem Kontakt zu offiziellen und lokalen Quellen. Das öffentliche Leben der Stadt Bangkok und die Sicherheitslage werden von uns weiterhin als unbedenklich eingeschätzt.

Sollte sich diese Einschätzung ändern, werden wir umgehend informieren. Auch unsere Gäste vor Ort empfinden die Situation als unbedenklich und so gab es keinerlei Programmänderungs- oder Umbuchungswünsche. Die  Reiseleitungen betreuen unsere zahlreichen Bangkok Gäste sehr intensiv und informieren auf Wunsch täglich über die aktuelle Entwicklung.

 

Stand: 11.01.2014

In den letzten Tagen und zum momentanen Zeitpunkt gab es keine Demonstrationen in Bangkok, lediglich die “Aufwärmmärsche” fanden wie angekündigt statt, verliefen jedoch ohne Zwischenfälle.

In der Nacht vom Freitag dem 10.01.2014 zu Samstag dem 11.01.2014 gab es gegen 2.45 Uhr einen Zwischenfall bei dem sieben Menschen bei einer Schiesserei in der Nähe der Demonstrationsstätte der PDRC auf der Ratchadamnoen Avenue.

Bangkok bereitet sich weiterhin auf den “Shutdown” am 13.01.2014 vor.

Um das Fahrzeugaufkommen so gering wie möglich zu halten bleiben am Montag alle Schulen in Bangkok geschlossen. Ausserdem forderte die Regierung die Menschen auf am besagten Tag öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen und nicht mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Es werden “Park & Ride” Parkplätze eingerichtet wo die Pendler ihre Fahrzeuge abestellen können und danach den Skytrain oder die U-Bahn nutzen können.

 


Stand: 08.01.2014

Wiederaufnahme Berichtausstattung zur aktuellen Lage in Bangkok

Nachdem wir unsere fast zweimonatige Berichterstattung zur Situation in Bangkok im Dezember beendet hatten, da sich die Lage deutlich entspannt hatte, zeigte sich, dass die öffentliche Wahrnehmung sich nicht im selben Maß veränderte, wie die Bedingungen in der Stadt. Um unseren Gästen, allen Besuchern des Online Kataloges und allen Interessierten ein umfassendes, aktuelles und objektives Bild zu bieten, nehmen wir deshalb die Berichterstattung auf, auch um Missverständnisse durch ungenaue Informationen zu vermeiden. Nachfolgend finden Sie jeweils die aktuelle Berichterstattung mit Informationen aus unabhängigen Quellen aus Bangkok.

Weitere nützliche Links:

Auswärtiges Amt

Bangkok Post

Die Situation in Bangkok ist unverändert normal. Das öffentliche Leben der Stadt ist seit Mitte November nicht mehr von den Demonstrationen eingeschränkt, alle öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmittel, Banken, Restaurants, Geschäfte und Sehenswürdigkeiten haben normal geöffnet und sind uneingeschränkt in Betrieb.
Die oppositionelle Bewegung, die einen Sturz der amtierenden Regierung herbeiführen, aber gleichzeitig Neuwahlen verhindern möchte, hat für den 13.01.2014 zu einem so genannten „Shut Down“, in diesem Zusammenhang ist hier speziell ein Lahmlegen des (Regierungs-) Verkehrs gemeint, aufgerufen. Ursprünglich sollten dazu 20 Kreuzungen im inneren und äußeren Stadtgebiet besetzt und lediglich ein Streifen für den öffentlichen Verkehr freigehalten werden. Regierungsfahrzeuge und Fahrzeuge des Staatswesens sollten hier aber aufgehalten werden. Hier wurden zunächst gravierende Verkehrsbehinderungen befürchtet, auf die wir uns im Interesse unserer Gäste mit einer geänderten Transfer- und Ausflugsplanung vorbereitet hatten, da sich im Januar sehr viele unserer Gäste in Bangkok aufhalten und wir für jeden Gast eine individuelle Reisedurchführung garantieren.
Mittlerweile hat die Oppositionsbewegung einige „Ankündigungsmärsche“ durch die Innenstadt durchgeführt, die als Test für den 13.01.2014 dienten. Dabei kam es weder zu Auseinandersetzungen mit der Polizei noch mit Regierungsanhängern. Auch kam es nicht zu den befürchteten Auswirkungen auf den Verkehr.
Die Regierungsanhänger haben unterdessen in der Provinzhauptstadt Korat ein Treffen abgehalten, um sich auf die kommenden Ereignisse vorzubereiten. Dabei haben sie betont, dass sie einen möglichen Militärputsch  nicht akzeptieren würden, wollen aber auch jeglicher Konfrontation mit den Regierungsgegnern aus dem Weg gehen und nicht in Bangkok demonstrieren.
Das Militär betonte mittlerweile, dass es keine Bestrebungen gibt, die politische Macht kurzzeitig oder dauerhaft zu übernehmen.

Die für den 13.01.2014 geplante Großaktion wurde inzwischen auf ein sehr überschaubares Volumen verringert. Jetzt sollen noch 7 Kreuzungen besetzt werden, siehe Skizze unten. Ob und inwieweit sich neben dem Kern der Oppositionsführer auch weitere Personen der Demonstration anschließen werden, ist momentan unklar, da zuletzt die Beteiligung stark zurück ging und die Regierung darauf aufmerksam gemacht hat, dass wegen des ausgerufenen „Security Acts“ jede Beteiligung an diesen Demonstrationen zu längeren Gefängnisstrafen führen kann. Wir haben für die Betreuung unserer Gäste vorsorglich eine erhöhte Anzahl an Reiseleitern und Fahrzeugen im Einsatz und planen vorsorglich Alternativrouten für Transfers.
Eine Beeinträchtigung der Sicherheit ist nach aktueller Beurteilung nicht zu befürchten. Damit schließen wir uns der Einschätzung des Auswärtigen Amtes an, das heute wie folgt ausführt:

„Die thailändischen Behörden haben aufgrund anhaltender Demonstrationen für das gesamte Stadtgebiet sowie für an Bangkok grenzende Provinzen ein besonderes Sicherheitsregime nach dem “Internal Security Act” verhängt.
Für Montag, den 13.01.2014 haben Regierungsgegner Protestaktionen und die Blockade von 20 Verkehrsknotenpunkten im gesamten Innenstadtbereich Bangkoks angekündigt. Sofern diese Planung umgesetzt wird, ist mit erheblichen Beeinträchtigungen der Infrastruktur und mit größeren Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Reisenden wird dringend empfohlen, ihre Reiseplanung entsprechend anzupassen und längere Verzögerungen einzuplanen. Dies gilt auch für die Verbindung vom Flughafen Bangkok in die Innenstadt sowie in Richtung Flughafen. Die örtliche Polizei empfiehlt für den 13.01. die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel.

Es wird weiterhin geraten, Demonstrationen wie auch jegliche Menschenansammlungen im gesamten Bangkoker Stadtgebiet zu meiden.

Darüber hinaus wird Reisenden generell dazu geraten, ausreichend Zeit für Transfers in und um Bangkok einzuplanen.

Es wird empfohlen, sich über diese Reisehinweise und die Medienberichterstattung über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und den Anweisungen von Sicherheitsorganen sowie dem Rat von Reiseveranstaltern Folge zu leisten.“

Ein Recht auf kostenlose Umbuchung und / oder Stornierung von Reisen nach Thailand mit oder ohne Bangkok Aufenthalt besteht nicht. Wir versuchen, bei persönlichen Bedenken individuelle Lösungen mit unseren Gästen zu finden und sind auch vor Ort vorsorglich mit einem großen Team für unsere Gäste im Einsatz. Vor Ort befindliche Gäste empfinden die Situation als vollkommen normal.

 

1.    Lumpini
2.    Asok-Sukhumvit
3.    Ratchaprasong
4.    Pathumwan
5.    Victory Monument
6.    Lat Phrao
7.    Chaeng Wattana


Stand 12.12.2013

Militär betont Neutralität

Während das Militär unter dem Hinweis strikter Neutralität und der Verpflichtung, dem Land zu dienen, ein Treffen mit dem Anführer der Regierungskritiker, Suthep, ablehnte, hat dieser die so genannten „Rothemden“, die politische Gegenfraktion im Land zu Gesprächen eingeladen. Dies wird in Thailand allgemein als ein Angebot zur Versöhnung verstanden und könnte der erste Schritt zu einem konstruktiven Prozess sein. Ausgenommen von dieser Einladung sind die aktuellen politischen Anführer der Rothemden, die für die Regierungskritiker als Sinnbilder für Korruption und Seilschaften mit dem ins Ausland geflüchteten und rechtskräftig verurteilten Ex Ministerpräsidenten Thaksin, dem Bruder der aktuellen Ministerpräsidentin, stehen. Hier bleibt abzuwarten, inwiefern sich ein Dialog zwischen den poltischen Lagern entwickelt.

Militär und Polizei verwiesen noch einmal auf ihre Ordnungsfunktion und darauf, dass sie weder für die Ziele der einen, noch der anderen Seite einspannen lassen und die öffentliche Ordnung weiter entsprechend der aktuellen Gesetze aufrecht erhalten und verteidigen werden. Dieses klare Statement wird von Beobachtern und Kennern der politischen Szene in Thailand als ein Signal der Stärke gewertet und als Indiz dafür, dass es den Ordnungskräften gelungen ist, die poltische Auseinandersetzung vom dem Alltag der Menschen vor Ort zu trennen.

Da das Amnestiegesetz, das Auslöser für die politischen Umbrüche in Thailand war, nicht verabschiedet wurde, gehen die juristischen Aufarbeitungen der jüngeren Geschichte weiter. Ex Ministerpräsident Abhisit wurde dazu heute von einem Gericht angehört (Polizeieinsatz bei den Demonstrationen 2010), ex Ministerpräsident und ins Ausland geflüchteter Thaksin kann nicht auf Freigabe seines Milliardenvermögens und eine Rückkehr nach Thailand hoffen. Ob und inwieweit die politischen Lage hierauf reagieren, bleibt abzuwarten.

Die Lage ist seit geraumer Zeit sehr stabil und wir werden die aktuelle Berichterstattung zum Wochenende einstellen und verweisen nochmals für politisch Interessierter auf Veröffentlichungen in der Bangkok Post und der Nation Bangkok sowie das Auswärtige Amt.
Den Sicherheitshinweis des Auswärtigen mtes finden Sie stets aktuell unter:

http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ThailandSicherheit.html

Wir verweisen nochmals darauf, unseren Hinweisen vor Ort zu folgen und sich von Demonstrationen und großen Menschenansammlungen fernzuhalten.

 

Stand: 11.12.2013

Nachdem die amtierende Ministerpräsidentin Frau Yingluck der Aufforderung der thailändischen Protestbewegung nicht nachgekommen ist, vollständig zurückzutreten und auch nicht übergangsweise bis zu den Neuwahlen die Regierungsgeschäfte weiter zu führen, hat der Protestanführer Suthep angekündigt, weiter demonstrieren zu wollen, zumindest bis Donnerstag. Wie , wo und in welchem Umfang blieb dabei offen, auch wurden keine neuen, konkreten politischen Forderungen gestellt.

Der Protestanführer möchte sich mit dem Kommandanten der bewaffneten Polizei- und Sicherheitskräfte zu einem vertraulichen Gespräch treffen, was gemeinhin als Entspannung gewertet wird, da Suthep damit faktisch die Ordnungskräfte als solche anerkennen würde und ihre Position und Exekutivaufgaben nicht mehr wie früher in Frage stellt, bzw. sie nicht von Vornherein als von der herrschenden Partei manipuliert. Hierzu hat seine Bewegung ein Ultimatum bis Mittwoch, 11.12.2013 um 20 Uhr Ortszeit gestellt. Ob und wann es zu einem solchen Treffen kommen wird, blieb zunächst offen.

Da sich aus sicherheitsrelevanter Sicht keine neuen Aspekte ergeben haben und die Situation vor Ort  sowie das öffentliche Leben vollständig normal verlaufen, haben wir weiterhin alles unsere Bangkok Ausflüge normal geplant und führen diese ohne Einschränkungen durch. Dabei stehen wir weiterhin in sehr engem Kontakt zu all unseren Quellen vor Ort, unsere Kollegen vor Ort beobachten die Situation sehr genau und darüber hinaus arbeiten wir eng mit den zuständigen Behörden und Sicherheitsstellen zusammen.

Aktuell kann von einer nahezu normalen Sicherheitslage im südostasiatischen Land ausgegangen werden. Der generelle Hinweis, Demonstrationen und große Menschenansammlungen sowie politische Statements zu meiden, bleibt uneingeschränkt gültig.

 


Stand: 10.12.2013

Die gestrige Demonstration der Regierungsgegner, bei der laut aktuellen Angaben etwa 140.000 bis 180.000 Menschen involviert waren, verlief friedlich. Es gab keinerlei Ausschreitungen oder Vorkommnisse auf den Märschen zum Government House.

Wie wir gestern Abend schon berichteten, löste Premierministerin Yingluck das Parlament auf. In einer Fernsehansprache verkündete sie, dass es innerhalb der nächsten 60 Tage Neuwahlen geben wird. Der vorläufige Termin ist der 02. Februar 2014. Bis eine neue Regierung gewählt wird, wird Yingluck als Übergangsministerpräsidentin oder auch als “Caretaker Prime Minister” im Amt bleiben. Sie fordert die oppositionelle Demokratische Partei dazu auf, sich auf die Prinzipien der Demokratie zu besinnen und sich an den Neuwahlen zu beteiligen.

Regierungsgegner fordern nun auch den Rücktritt der Regierung als “Caretaker”, damit der Weg für das gewünschte “People’s Council” frei ist. Entgegen der Ankündigung, am Montag würde bei einer Niederlage aufgehört werden zu demonstrieren, blieben die Protestler über Nacht auf dem Gelände am Government House.

Die Rothemden haben ihre für Montag angekündigte Demonstration in Ayutthaya abgesagt.

Vor allem die ärmere Bevölkerung unterstützt Ministerpräsidentin Yingluck – das ist die Mehrheit der Thailänder (Rothemden). Die Regierungsgegner stammen hauptsächlich aus der Mittel- und Oberschicht und fürchten bei der Neuwahl eine erneute Niederlage.

 

Bangkok: Wie geht es nach dem Geburtstag des Königs weiter?

Stand: 09.12.2013

Am gestrigen Sonntag betonte Premierministerin Yingluck nochmals, dass die Regierung auf eine friedliche Einigung aus ist. Sie sei bereit zurückzutreten und das Parlament aufzulösen, unter der Bedingung, dass es innerhalb von 60 Tage eine Neuwahl geben wird. Für das von Regierungsgegner Suthep geforderte “People’s Council” hat sie ein Volksreferendum vorgeschlagen. Damit möchte sie feststellen, ob die Mehrheit Thailands dafür stimmt.

Am Nachmittag des 08.12.2013 sind 153 Parlamentarier der demokratischen Partei nach einer Parteisitzung von ihrem Amt zurück getreten. So können Sie heute als “normale Bürger” an der Demonstration teilnehmen, ohne dass ihr Erscheinen juristische Folgen wie eine Parteiauflösung zur Folge hat.

Regierungsgegner Suthep verkündete gestern in seiner Rede am Abend, dass er zum friedlichen Protest ohne Waffen aufruft.

Unsere Stadtrundfahrten am 09.12.2013 werden sicherheitshalber abgesagt. Wie beobachten die Lage weiterhin sehr aufmerksam und reagieren sofort, sollte sich die Lage verändern.

Nachtrag: 09.12.2013, 16:30 Uhr

In einer Fernsehansprache erklärte Premierministerin Yingluck die Auflösung des Parlaments und ihre Bereitschaft zu einer Neuwahl. Wohl aus Angst zu verlieren, äußert sich die Opposition ablehnend zu diesem Vorschlag. Sie fordert stattdessen eine Übergangsregierung, die eine neue Verfassung ausarbeiten soll.

Heute waren wieder 100.000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die aktuelle Regierung zu demonstrieren.

 

Stand: 07.12.2013

In der vergangenen Nacht erklärte Regierungsgegner und Protestanführer Suthep, dass er am Montag, 09.12.2013, die politische Auseinandersetzung erneut aufnehmen werde, um seine Ziele durchzusetzen. Am Government Haus gab er bekannt, dass er die Proteste nicht weiter ausdehnen möchte, sondern, dass er das Streitthema zu Ende bringen will. Er hat die thailändische Bevölkerung dazu aufgerufen, sich am Montagmorgen auf den Weg zum Government Haus zu machen, um die Ziele der Regierungsgegner durchzusetzen. Regierungsgegner in den angrenzenden Provinzen sollen sich an den lokalen Rathäusern versammeln, um gegen die Regierung zu demonstrieren. Suthep fordert den Rücktritt der amtierenden Regierung und einen vom König bestellten Premierminister, der das Land regiert. In seiner Ansprache gab er bekannt, dass er die Demonstranten nach dem langen politischen Machtkampf nicht länger ohne eine endgültige Lösung hinhalten möchte. Sie sollen wieder zu Ihrem Arbeitslatz und Ihren Familien zurückkehren. Am Montag soll die Entscheidung fallen. Sollten sich Millionen Menschen seiner Demonstration anschließen, dann werden sie gewinnen. Anderenfalls wird er verlieren und sich der Polizei freiwillig stellen, so Suthep. Er möchte mit seiner Demonstration eine Entscheidung herbeiführen und danach alle Aktivitäten beenden. Den Marsch zum Government Haus will er selbst anführen.

In der Zwischenzeit stellte die Anwaltskammer beim Gerichtshof den Antrag, dem PDRC (People’s Democratic Reform Committee), welches durch Suthep angeführt wird, die Versammlungen zu untersagen und die Opposition aufzulösen.

Wir beobachten die Lage sehr aufmerksam und informieren unsere Gäste bei einer Veränderung der Lage sofort. Unsere Mitarbeiter vor Ort lassen besondere Vorsicht walten und ergreifen bei Bedarf alle erforderlichen Maßnahmen, um die Sicherheit unserer Gäste zu gewährleisten.

 

 

Stand: 06.12.2013

Am gestrigen Donnerstag gab es aus Respekt vor dem König keine Demonstrationen. Die einzige Auseinandersetzung zwischen der Regierung und ihren Gegnern bestand darin, wer die größere und schönere Zeremonie für den 86. Geburtstag des Landesvaters organisierte. In einer Geburtstagsansprache in Hua Hin rief König Bhumibol unterdessen zur Einigkeit auf.

Suthep, der Anführer der Demonstranten, gab bekannt, dass die Proteste nach den Feierlichkeiten für den König weiter gehen sollen. Wie sich die Lage entwickelt ist abzuwarten. Mittlerweile gibt es aber immer mehr Menschen, die den Vorschlag Sutheps zu einem Volkskongress als nicht durchführbar ansehen. Ganz im Gegenteil: die Durchsetzung seines Plans würde die Demokratie in Thailand zurückdrängen.

Von der Pro Regierungsseite wurde für kommenden Dienstag, 10.12.2013, eine Großdemonstration in Ayutthaya angekündigt. Man wolle nicht in Bangkok demonstrieren, damit Auseinandersetzungen vermieden werden können.

In der Nacht zum Freitag kam es am Government House zu einer Auseinandersetzung von Regierungsgegnern, die von Unbekannten angegriffen worden sind. Dabei wurden drei Menschen verletzt.

Die Regierungsgegner haben für Montag, 09.12.2013, eine Kundgebung angekündigt. Außerdem wird noch am heutigen Abend mit einer Rede Sutheps gerechnet, in der er in seiner Funktion als Generalsekretär des PDRC (People’s Democratic Reform Committee) weitere Ziele ankündigen möchte.

Der neue Chef des CAPO (Centre for Administration of Peace and Order), Außenminister Surapong, fordert, dass Suthep und alle Helfer des Anti Government Movements, u.a. der Chef des Blue Sky TV Fernsehsenders, schnellstmöglich verhaftet werden sollen. Surapong gilt als Vertrauter Thaksins und ist für das Handling der Proteste der Regierungsgegner zuständig.

Des weiteren gab Außenminister Surapong bekannt, dass Premierministerin Yingluck vier Kommitees (Strategie, Recht, Rehabilitierung und Information) aufgestellt hat, um den Umgang mit den Demonstrationen abzustimmen. Darüber hinaus sei Yingluck nicht weiter bereit, Verhandlungen mit Protestanführer Suthep zu führen.

 

Stand: 04.12.2013

Seit gestern ist es in der thailändischen Hauptstadt wieder ruhig. Nachdem die Polizei gemeinsam mit den Demonstranten die Barrieren und Überreste der Proteste weggeräumt hatten, ist der Konflikt zwar nicht beendet, aber zumindest erst einmal vertagt. Experten vermuten, dass die Deeskalation mit dem Geburtstag des thailändischen Königs am 05.12.2013 zusammenhängt. Die Opposition wird sich nicht der Respektlosigkeit gegenüber dem König schuldig machen wollen, so heißt es.
Zusätzlich spricht vieles dafür, dass die plötzliche Beruhigung der Lage das Werk eines Dritten gewesen ist. Dafür kommen das Militär und das Königshaus infrage. Schon in der Vergangenheit mischte sich das Militär mehrmals ein. Unter anderem auch an dem Putsch gegen den Bruder der Regierungschefin Thaksin Shinawatra im Jahr 2006. Premierministerin Yingluck teilte unterdessen mit, dass die Armee im aktuellen Fall “neutral” bleibe. In der bisherigen Situation in Bangkok schien das Militär tatsächlich an einer gewaltfreien Lösung interessiert und verhielt sich zurückhaltend.

Am gestrigen Abend hielt der Anführer der Demonstrationen Suthep eine Ansprache, in der er seinen “Teilsieg” feierte, allerdings nicht aufgebe, bevor das politische System vom Einfluss Thaksins befreit ist. Er sprach bereits über sein “Interim Government” und gab bekannt, dass diese Übergangsregierung z.B. alle populistischen Maßnahmen, die von der PT Regierung eingesetzt wurden, einstellen wird. Außerdem will er Sektion 7 der Verfassung in Kraft setzen, nachdem ein vom König bestellter Premierminister das Land regieren soll. Die Regierung sieht dies als großen Rückschritt für Thailand, da die demokratische Struktur des Landes beschädigt würde.

Am heutigen Morgen des 04.12.2013 feierten die Demonstranten ihren symbolischen Sieg auf dem Gelände des National Police Headquarter, zogen aber gegen 13:00 Uhr wieder friedlich ab.

Im Laufe des Tages gab es eine weitere politische Neuerung:
Im Jahr 2008 wurde die Vorgängerpartei der heutigen PT und deren Koalitionspartner vom Verfassungsgericht aufgelöst. In Folge dessen wurden insgesamt 109 Parteifunktionäre für 5 Jahre von sämtlichen politischen Aktivitäten verbannt. Alle diese ehemaligen Parteifunktionäre dürfen ab sofort wieder im politischen Geschehen aktiv werden. So auch Ex Premier Baharn sowie Ex Premier Somchai Wongsawat (der Schwager von Thaksin), welcher sich sofort wieder als Mitglied der PT Partei eintragen ließ.

Zusätzlich gab der Armee Chef Prayuth nochmals bekannt, dass es keinen Militärputsch geben wird, da die politische Situation noch nicht an einem “deadend” angekommen sei. Nach dem Geburtstag des Königs will er ein Treffen aller Streitkräfte einberufen, um eine gemeinsame Lösung für den Konflikt zu besprechen.

 

Stand: 03.12.2013

In Bangkok kam es zu einer deutlichen Entspannung der Lage. Die Regierung gab bekannt, dass es kein Blutvergießen mehr geben soll und sie mit allen Seiten verhandeln wird. Bei den vorangegangenen Demonstrationen kamen insgesamt 4 Menschen ums Leben. Auch die Demonstranten zeigen sich vorerst zufrieden – gemeinsam mit den Polizisten räumen sie die Überreste der Proteste weg. Suthep feiert derzeit seinen Teilerfolg, gibt aber zu bedenken, dass das Thaksin Regime noch nicht entwurzelt sei. Auch die Studenten fordern weiterhin den Rücktritt der Premierministerin Yingluck sowie die Gründung eines “People’s Council”. Allerdings wird es die nächsten Tage, vielleicht auch aus Respekt vor dem Geburtstag des thailändischen Königs, ruhig bleiben. Aufgrund der Entspannung werden ab morgen, 04.12.2013, alle Stadtrundfahrten wieder durchgeführt.

 

Stand: 02.12.2013

Am gestrigen Morgen brachen die “Roten” überraschenderweise ihre Demonstrationen ab. Man wolle der Regierung durch eine Konfrontation beider Demonstrationsgruppen nicht noch mehr Probleme bereiten. Am vergangenen Wochenende gab es erste Todesopfer. Die offizielle Zahl schwankt allerdings zwischen fünf und sieben.

Die Regierungsgegner versuchten unterdessen bei den Fernsehsendern durchzusetzen, dass ihre Beiträge statt der Regierungspropaganda gesendet werden. Man einigte sich darauf, dass am Sonntag um 17:00 Uhr alle Sender die Ansprache von Demonstrationsanführer Suthep ausstrahlten. Darin kündigte er an, dass am heutigen Montag die Beamten der Regierungsgebäude streiken werden und rief den 02.12.2013 als Feiertag aus. Inwieweit sich die thailändische Bevölkerung an die Absprache hält, ist noch unklar.

Alle Aktivitäten rund um das Headquarter der Royal Thai Police, der einzige Ort, an dem auch Touristen betroffen sein könnten, verliefen friedlich. Am heutigen  Montag ist die Innenstadt Bangkok wieder ruhig. Die Situation am Metropolitan Office und Government House bleibt angespannt.

Am späten Sonntagabend fand ein Treffen zwischen Premierministerin Yingluck und Protestanführer Suthep statt. Da es weder eine Einigung noch einen Ansatz eines Kompromisses gab, stellte Suthep der Ministerin ein Ultimatum von zwei Tagen.

Yingluck gab heute in einer Pressemitteilung bekannt, dass sie bereit sei, zurückzutreten und das Parlament aufzulösen. Auch wenn dies nicht den Forderungen Sutheps entspricht. Am Mittag wurde auf einer weiteren Pressekonferenz verlautet, dass CAPO (Centre for Administration of Peace and Order) ab sofort unter die Leitung von Außenminister Surapong gestellt wird. Die Organisation ist verantwortlich für das Handling der Proteste der Regierungsgegner.

Aufgrund der schwer einschätzbaren Entwicklung in Bangkok finden bis einschließlich Dienstag, 03.12.2013, keine Stadtrundfahrten statt. Allerdings sind viele bekannte Sehenswürdigkeiten wie z. B. der Grand Palace und Wat Po geöffnet und können individuell besichtigt werden.

Verglichen mit geschichtlichen Erfahrungen sowie in Abstimmung mit den Experten und diplomatischen Beobachtern vor Ort schätzen wir die Gesamtlage für Touristen als ungefährlich ein, wenn man folgende Ratschläge beherzigt:

- Fernhalten von jeglichen Demonstrationen
- keine Fotoaufnahmen von Demonstrationen oder Menschenansammlungen
- Befolgung aller Anweisungen der lokalen Exekutiv-Organe sowie unserer Reiseleitung vor Ort

Diese Ratschläge gelten weltweit und sind nicht nur auf die jetzige Situation in Bangkok bezogen. Vor Ort wird die Situation als ungefährlicher eingeschätzt, als sie von außen betrachtet scheint. Keiner unserer Gäste vor Ort hat bisher eine Umbuchung gewünscht. Alle unsere zahlreichen Gäste in Thailand fühlen sich sehr sicher.

 

Stand: 30.11.2013

Nachdem die Demonstranten mehrere Ministerien und das Hauptlager der Armee besetzt haben wollten Sie nun auch den Regierungssitz in Bangkok stürmen. Am Samstag den 30.11.2013 wollten etwa 2000 Anhänger einer Studentenbewegung sich Zugang zu dem schwer bewachten Komplex verschaffen und haben dabei versucht weiteren Druck auf die Polizei auszuüben. Sie stapelten Sandsäcke auf um dann die Absperrungen zu überwinden

Weitere Regierungsgegner griffen einen Bus an in dem sich Anhänger der Ministerpräsidentin  Yingluck Shinawatra befanden. Mehrere Demonstranten warfen mit Pflastersteinen und Plastestühlen auf das Fahrzeug.

Im Bus selbst befanden sich Anhänger der sogenannte Rothemden, die die regierung unterstützen. Sie waren auf dem Weg zu einer Versammlung in einem nahegelegenen Stadion. Dort trafen sich tausende Regierungsanhänger um gemeinsam ihre Loyalität zu bekunden. Einer der Anführer sagt, dass man es keinesfalls auf eine Konfrontation mit den Regierungsgegnern anlege.

 

Stand: 29.11.2013

Die Opposition Thailands organisiert seit dem letzten Wochenende regelmäßig Proteste und hält Ministerien besetzt. Nach dem letzten Stand sind City Halls in etwa 33 Provinzen des Landes besetzt worden. Damit wollen die Demonstranten Premierministerin Yingluck zum Rücktritt zwingen. Das Misstrauensvotum hat sie aber deutlich überstanden. Yingluck bleibt im Amt. Am gestrigen Nachmittag hielt sie eine Fernsehansprache in der sie  mitteilte: “Bitte beenden Sie die Proteste, damit das Land Frieden findet. Ich bitte Sie, die Protestierenden, weil dies die Lage nicht besser macht.” Darüber hinaus gab sie ein formales Angebot an die Demonstranten ab: Yingluck wäre bereit Gespräche zur Konfliktlösung zu führen und ein Forum für Diskussionen zu eröffnen. Die Forderung Sutheps nach einem “People’s Council” lehnte sie dagegen ab.

Die Gesamtheit der Regierungsgegner nennen sich mittlerweile CMD (Civil Movement for Democracy). Gestern Nachmittag wurde bekannt, dass auch am Polizeihauptquartier der Strom und das Wasser von den Demonstranten abgestellt worden war.

Die “Roten” rufen ebenfalls erneut ihre Anhänger auf am Samstag, 30.11.2013, nach Bangkok zu kommen. Bisher kam es noch zu keinen Ausschreitungen oder Provokationen der verfeindeten Gruppen, da sich die Regierungsanhänger bisher ausschließlich im Rajamangala Stadion aufgehalten hatten. Für das kommende Wochenende allerdings drohten sie Suthep und den Demonstranten der CMD mit einer “Lehrstunde”, wenn diese nicht bis Samstag die Demonstrationen einstellen.

Die Demonstranten hingegen werde am Wochenende Verstärkung aus den Reihen der Demokraten bekommen. Parteivorsitzender Abhisit Vejjajiva erklärte auf einer Krisensitzung am Donnerstag, dass sie sich an den Protesten gegen die Regierung beteiligen wollen. Allerdings gab er ebenfalls deutlich zu verstehen, dass die Abgeordneten nicht von ihren Posten zurücktreten werden, sondern sich nur als Parlamentarier der außerparlamentarischen Opposition anschließen.

Die Regierungsgegner werfen Yingluck Korruption und Verschwendung von Steuergeldern vor. Darüber hinaus soll sie als Marionette ihres Bruders Thaksin Shinawatra, welcher 2006 als Regierungschef gestürzt wurde und sich derzeit im Exil aufhält, agieren. Den Konflikt ausgelöst hatte der Plan eines Amnestiegesetzes, welches womöglich ebenfalls Thaksin recht wäre. In den Auseinandersetzungen steht die thailändische Ober- und Mittelschicht der Landbevölkerung gegenüber.

 

 Nachtrag (Stand: 29.11.2013, 17:15 Uhr):

Auch heute wurde wieder demonstriert – es kam aber zu keinem Zeitpunkt zu Gewalt. Das Angebot der Premierministerin Gespräche oder Verhandlungen zu führen hat Suthep ausgeschlagen. Der Finanzminister der Demokraten Mr. Korn kritisiert dagegen die Methoden der Demonstranten. Er ist der Meinung, es sollen keine Regierungsgebäude besetzt werden. Auf der einen Seite sieht das wie eine Meinungsverschiedenheit aus, auf der anderen Seite wird vermutet, dass die Auseinandersetzung gewollt war, damit Korn auch nach dem eventuellen Scheitern der Demonstrationen weiterhin wählbar bleibt.

Im Armee Hauptquartier ist die Stimmung ebenfalls angespannt. Ein Protestierender gab bekannt, dass man wissen wolle, auf welcher Seite die Armee steht. Die Atmoshphäre blieb allerdings friedlich. Nachdem die Demonstranten einen Brief an einen Vertreter des Armeechefs übergeben hatten, haben sie das Gelände wieder verlassen.

Da die Situation seit Tagen friedlich ist, finden unsere Stadtrundfahrten am Wochenende wieder wie geplant statt. Wir werden die Situation aber nach wie vor aufmerksam beobachten und unsere Gäste auf dem Laufenden halten.

 

Stand: 27.11.2013

Die Proteste in Bangkok halten weiterhin an. Heute wurde bekannt, dass sie sich auch im Süden des Landes (u.a. auf Phuket) ausgeweitet haben.

Aufgrund der weiterhin angespannten Situation wurde für den Großraum Bangkok und einige angrenzenden Provinzen von den Behörden der “Internal Security Act” verhängt, welcher sowohl erhöhte Sicherheitsmaßnahmen als auch den Erlass eines Demonstrationsverbotes ermöglicht. Ministerpräsidentin Yungluck Shinawatra setzt dagegen auf Deeskalation und fordert die Polizeikräfte in der thailändischen Hauptstadt zur Zurückhaltung auf.

Alle Demonstrationen verliefen bisher weitgehend friedlich. Zu keinem Zeitpunkt richteten sie sich gegen westliche Ausländer oder Touristen.

Da auch in den nächsten Tagen noch mit Protesten gerechnet werden muss, ist mit der Sperrung wichtiger Verkehrsachsen und in der gesamten Innenstadt Bangkoks mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Heute hat das Auswärtige Amt seinen Sicherheitshinweis zu Thailand erneuert:

“In verschiedenen Bereichen Bangkoks, insbesondere bei Regierungseinrichtungen finden derzeit politische Demonstrationen statt. Die thailändischen Behörden haben für das gesamte Stadtgebiet sowie für an Bangkok grenzende Provinzen ein besonderes Sicherheitsregime nach dem “Internal Security Act” verhängt. Angesichts dieser Lage wird dringend geraten, diese Demonstrationen wie auch jegliche Menschenansammlungen im Bangkoker Stadtgebiet zu meiden. Dies kann auch für die von Touristen regelmäßig besuchten Sehenswürdigkeiten oder die Zufahrt zu diesen Orten gelten. Vereinzelt kommt es auch zu Demonstrationen vor Regierungseinrichtungen in den Touristengebieten im Süden Thailands wie Phuket und Krabi. Es wird empfohlen, sich über diese Reisehinweise und die Medienberichterstattung über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und den Anweisungen von Sicherheitsorganen sowie dem Rat von Reiseveranstaltern Folge zu leisten.”

 

 


Stand: 26.11.2013

Laut der Zeitung “Bangkok Post” haben sich am Sonntag in Bangkok etwa 400.000 Demonstranten zu einer Massenkundgebung gegen die Regierung von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra versammelt. Circa 100.000 Anhänger der Regierung versammelten sich in einem anderen Stadtteil der thailändischen Hauptstadt. Es liegen keine Berichte über gewaltsame Zwischenfälle vor.

Aufgrund der Massendemonstrationen am vergangenen Wochenende hat das Auswärtige Amt seinen Reisehinweis für Thailand aktualisiert:

“In ganz Bangkok finden derzeit politische Demonstrationen statt. Die thailändischen Behörden haben für das gesamte Stadtgebiet sowie für an Bangkok grenzende Provinzen ein besonderes Sicherheitsregime nach dem “National Security Act” verhängt. Angesichts dieser Lage wird dringend geraten, diese Demonstrationen wie auch jegliche Menschenansammlungen im Bangkoker Stadtgebiet zu meiden. Dies kann auch für die von Touristen regelmäßig besuchten Sehenswürdigkeiten oder die Zufahrt zu diesen Orten gelten. Es wird empfohlen, sich über diese Reisehinweise und die Medienberichterstattung über aktuelle Entwicklungen informiert zu halten und den Anweisungen von Sicherheitsorganen sowie dem Rat von Reiseveranstaltern Folge zu leisten.”

Da die Lage in Bangkok noch immer undurchsichtig ist und die Entwicklung schwer abzuschaetzen sind, werden wir die City Touren bis einschliesslich Donnerstag, 28.11.2013 absagen.


Stand: 22.11.2013

Tausende Regierungsgegner haben sich am vergangenen Wochenende in Bangkok in eine Unterschriftenliste eingetragen. Mit Hilfe dieser Petition soll gegen die 310 Abgeordneten, die das Gesetz zur Generalamnestie verabschiedet hatten, ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden. Der Anführer der Demonstrationen und ehemalige Abgeordnete der Demokratischen Partei, Suthep Thaugsuban, wiederholte seine Forderung erneut: Er plädiert für zivilen Ungehorsam und fordert einen Boykott der Produkte und Dienstleistungen von im Besitz der Shinawatra-Familie befindlichen Unternehmen, einen Generalstreik der Mitarbeiter im Öffentlichen Dienst sowie das Aussetzen von Steuerzahlungen. Am kommenden Sonntag, 24.11.2013, hat er abermals zum “großen Kampftag” aufgerufen.

 

Stand: 18.11.2013

Die Situation ist unverändert.

 

Thailand: neue Demonstrationen in Bangkok

Stand: 15.11.2013

Die Regierungsgegner haben für dieses Wochenende erneut zu Demonstrationen in Bangkok aufgerufen. Laut Aussagen von Geheimdienstberichten soll die Hauptstadt Thailands komplett lahm gelegt werden. Bisher ist allerdings noch nicht bekannt, welche Straßen von den Demonstrationen betroffen sein werden. Es muss außerdem damit gerechnet werden, dass auch Regierungsgegner aus den umliegenden Provinzen nach Bangkok reisen. Aus diesem Grund wurden Kontrollstellen errichtet, an denen Autos auf Waffen durchsucht werden sollen. Somit will man bewaffnete Auseinandersetzungen verhindern.

 

Stand: 14.11.2013

Die Lage in Bangkok ist unverändert.

 

Stand: 12.11.2013

Laut dem Auswärtigen Amt finden die politischen Demonstrationen zum umstrittenen Amnestiegesetz in Bangkok vor allem in folgenden Distrikten statt: Dusit, Pom Prab, Phra Nakorn und Lumphini Park. Da in diesen Distrikten einige Touristenattraktionen liegen, z. B. der Grand Palace und Wat Po ist hier mit erhöhten Sicherheitsmaßnahmen und Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Die genannten Distrikte und Demonstrationsorte sollten gemieden werden.

Aufgrund der weiterhin sehr angespannten innenpolitischen Lage in Thailand sollen auch in den nächsten Tagen größere Menschenansammlungen aus Sicherheitsgründen gemieden werden.

Wir beobachten die Situtation aufmerksam und halten Sie hier über die aktuelle Situtation in Bangkok auf dem Laufenden.

Ein persönlich aufgenommenes Bild von einem Reisenden vor Ort. “Hier in der Stadt geht das Leben ganz normal weiter.”


 

Stand: 11.11.2013

Nachfolgend berichten wir über die aktuelle Entwicklung der Lage in der thailändischen Hauptstadt Bangkok. Der Versuch der amtierenden Regierung ein „Amnestiegesetz“ durchzusetzen, das pauschal alle Vergehen und möglichen Verbrechen von offizieller Seite (Regierung, Polizei) an Demonstranten und gegenüber dem Staat nach dem Jahr 2004 straffrei werden lassen soll, hat in den vergangenen Wochen eine breite Front in der Bevölkerung dazu veranlasst, friedlich zu protestieren. In den letzten Wochen kam es sogar zu einer „Verbrüderung“ sich normalerweise oppositionell gegenüberstehender Anhängergruppen, die durch die Medien oft  sehr vereinfacht als „Rothemden“ und „Gelbhemden“ klassifiziert werden.
Am Wochenende des 09.11. / 10.11.2013 hat die Lage sich verändert, wodurch die weitere Entwicklung zumindest nicht zweifelsfrei vorhersehbar ist. Deshalb haben wir diesen Blog eingerichtet, um Ihnen aktuell und neutral und mit Hintergrundinformationen versorgen zu können. Wir stehen in engem Kontakt mit offiziellen Stellen vor Ort, aber auch mit den örtlichen Medien, Nichtregierungsorganisationen NGO und natürlich mit den zuständigen Stellen in Deutschland. Darüber hinaus erhalten wir aus unserem eigenen Netzwerk in Thailand stets aktuell und detaillierte Informationen zur Lage.
Ziel unseres Blogs ist es, eine umfassende und sachliche Informationsquelle einzurichten, die frei von Polemik und Panikmache ist und ein möglichst breites Meinungsbild widerspiegeln soll.

Am Wochenende das 09.11. / 10.11.2013 hat sich die Gesamtsituation rund um das zur Verabschiedung stehende „Amnestiegesetz“ deutlich verändert. Die politischen und wirtschaftlichen Anführer der so genannten Rothemden, haben ihre bisherige Position zu dem geplanten Gesetz relativiert und bei Treffen mit den eigenen Anhängern in Mueng Thong Thani, etwas außerhalb von Bangkok und an der Rachaprasong Kreuzung in der Stadt einen plötzlichen Kurswechsel vollzogen. Beobachter sehen den Grund für diesen Kurwechsel in der Zuspitzung der Wortwahl der Demonstrationen, die im wesentlichen von drei anderen Gruppen getragen wird:

-    Der wirtschaftlichen Elite Bangkoks
-    Königstreuen Bevölkerungsschichten
-    Nationalisten und Gegnern des im Exil lebenden ehemaligen Ministerpräsidenten Thaksin,

die jetzt nicht mehr nur den Stopp des Amnestiegesetzes fordern, sondern den Sturz der amtierenden Regierung unter Ministerpräsidenten „Yingluck“, die nicht nur die Schwester des ex Ministerpräsidenten Thaksin ist, sondern auch politische Vertreterin der „Rothemden“, der von ihren Gegnern von Beginn ihrer Amtszeit an unterstellt wird, dass Sie im Auftrag des 2006 gestürzten Ministerpräsidenten Thaksin handele.
Wegen der geänderten Zielrichtung der dominierenden Demonstrationsgruppen, haben die Anführer der „Rothemden“ ihre vorherige Ablehnung des Amnestiegesetz als Missverständnis dargestellt, was Medien als Bangkok als einen von der Regierung finanzierten Versuch werten, die parlamentarische Auseinandersetzung auf die Straße zu verlagern, da die Anführer der Rothemden sogleich ihre Anhänger zu mobilisieren versuchten, um für das das Amnestiegesetz und die aktuelle Regierung zu demonstrieren.
Hinzu kommt eine ausstehende Entscheidung des Weltgerichtshofes in Den Haag zur Beurteilung der Lage um den zwischen Kambodscha und Thailand umstrittenen Tempel Preah Vihar (sie dazu separaten Beitrag „Hintergründe Preah Vihar“. Sllte der Weltgerichtshoff, wie vermutet wird, sein Urteil aus dem Jahre 1962 bestätigen und detaillierter ausformulieren und den Preh Vihar Tempel und den Zugang dazu Kambodscha zusprechen, könnte das zu einer innenpolitischen Verschärfung des Tons gegenüber der aktuellen Regierung führen, da die politischen Gegner der Ministerpräsidenten Yingluck eine Mitverantwortung ihrer Partei und des ex Ministerpräsidenten Thaksin an der Situation um diesen Grenzkonflikt zuschreiben. Hierbei wird auf die ökonomischen Vorteile verwiesen, die Unternehmen von Thaksin in Kambodscha erhielten, nachdem dieser ein Abkommen unterzeichnete, das die Position Kambodschas untermauerte, was von seinen Gegnern als Beweis für Korruption und Vetternwirtschaft gewertet wurde und unter anderem zu seinem Sturz im Jahre 2006 führte.

Bislang verliefen die Demonstrationen vollkommen friedlich, aber auf Grund der Änderung der Gesamtbeurteilung und als Vorsichtsmaßnahme haben wir für den 12.11.2013 unsere City Tour abgesagt, die am Sitz der Regierung vorbeiführt und damit am bisherigen demonstrationsgebiet. Unseren Gästen haben wir Ausflugsalternativen angeboten. Aktuell gibt es keine Anzeichen, dass das öffentliche Leben in Bangkok in irgendeiner Form eingeschränkt ist. Andere Landesteile sind überhaupt nicht betroffen. Alle Reiseprogramme finden bis auf die von uns abgesagte Stadtrundfahrt am 12.11.2013 normal statt.

 

Hintergründe Preah Vihar Tempel, vom 10.11.2013

In den letzten Jahren gab es rund um dieses Kulturdenkmal im Grenzbereich zwischen Thailand und Kambodscha mehrmals Feuergefechte zwischen beiden Nationen.

Das Problem geht auf eine Urteilssprechung des Weltgerichtes von 1962 zurück. Dieser urteilte, dass das Landgebiet, auf dem der Khmer Tempel Preah Vihear steht unter die Souveränität von Kambodscha gestellt wird.
Thailand hat diesen Urteilsspruch seinerzeit anerkannt, allerdings zu bedenken gegeben, dass das Nachbarland um den Tempel zu Thailand gehört.
Die Rückseite des Tempels ist von kambodschanischer Seite nicht zugänglich, da der Tempel an einer hohen Klippe steht. Der Zugang ist nur über Landzugang möglich, was ein Betreten nur vom  Thai Territorium bedingt.
Nachdem es zu einigen Auseinandersetzungen in der Grenznähe gekommen war, hat Kambodscha im Jahr 2011 erneut den Weltgerichtshof angerufen, damit das Urteil von 1962 “interpretiert” wird und eine klare Entscheidung getroffen wird, um in Zukunft Auseinandersetzungen zu vermeiden. Hier geht es nun auch um den Zugang zum Tempel, also das Land, das bisher Thai Territorium war, was nun eventuell Kambodscha zugesprochen werden könnte.
Das Thema wird in der momentanen politischen Situation als heikel betrachtet, da der Regierung unter dem damaligen Premier Thaksin Shinwatra vorgeworfen wird, dass er mit dem Nachbarland Kambodscha einen „Deal“ geschlossen hätte, der den Tempel Kambodscha zuspricht. Die Shinawatra Familie hätte im Gegenzug persönlichen Gewinn aus diesem „Deal“ gezogen.
Thaksins Einflussnahme zu diesem Thema begann 2001, als Offizielle beider Nationen ein MUO (Memorandum Of Understanding) zu einem Abkommen unterzeichneten. Dabei geht es um ein 26.000 Quadartkilometer großes Gebiet mit verutlich hohen Gas und Ölvorkommen.
Für die Firmen, die die Konzessionen für den Abbau der Vorkommen haben, geht es um Milliardenbeträge. Der Abbau soll 2016 beginnen und Thaksins Firmenimperium hält einige der betreffenden Konzessionen. 2006 hat der Ex Premier Thaksin mit dem kambodschanischen Premierminister Hun Sen einen zweiten Vertrag zum Abschluss bringen wollen, in dem es um Gebiete im Golf von Thailand ging.
Aus Unterlagen, die im Rahmen der „Wikileaks Affäre“ ans Licht kamen (Aufzeichnungen aus der US Botschaft) geht hervor, dass die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss standen, als der Militärputsch Thaksin#s Regierung stürzte. Es wird vermutet, dass Kambodscha nur deshalb einen Teil des erhofften enormen finanziellen Profits an Unternehmen von Ex Premier Thaksin abgetreten hat, da er im Gegenzug das Thema Preah Vihear zugunsten Kambodschas ausgelegt hat.
Bei der ersten Wahl nach der Militärregierung hat erneut eine Partei (PPP, heute PT gewonnen, die dem ehemaligen Premier Thaksin nahestand.
Noppadon Pattama, der damalige Außenminister und Mitglied der PPP, der heute der rechtliche Berater Thaksins ist, hat 2008 in seiner Ministerfunktion eine Regierungsnote mit Kambodscha unterzeichnet, die den Antrag Kambodschas bei der UNESCO unterstützt, den Preah Vihear Tempel als Weltkulturgut zu listen. Damals wurde vermutet, dass auch Noppadon und der damalige PPP Premierminister Samak im Gegenzug Anteile an den Konzessionen zum Bodenschatzabbau in Kambodscha erhalten haben.

Als die PPP dann per Gerichtsbeschluss verboten wurde und anschließend mit Hilfe des Militärs die demokratische Partei unter ihrem Vorsitzenden Abhisit die Regierungsgeschäfte übernahm,  wurde das MUO wieder zurückgenommen. Offiziell wurde hierfür ins Feld geführt, dass der in Thailand wegen Machtmissbrauch und Korruption verurteilte und auf der Flucht befindliche Thaksin vom kambodschanischen Ministerpräsidenten Hun Sen als Wirtschaftsberater für Kambodscha berufen wurde.

Heute versuchen beide Staaten, das Thema und die morgen (11.11.2013) anstehende Urteilsverkündung neutral anzugehen und haben Gespräche zur Lösung etwaiger, durch das Urteil auftretender Differenzen angekündigt.
Man beteuert, von Regierungsseite zusammenarbeiten zu wollen, was bei nationalistisch organisierten und orientierten Thais aber als Provokation gesehen wird und von Kennern des Landes als der Wahrung der wirtschaftlichen Interessen von Thaksin bewertet wird. Die thailändischen Ultra Nationalisten argumentieren, dass bei einer Urteilsverkündung im Sinne von Kambodscha, Thailand Land verlieren würde, das historisch und rechtlich Thailand gehört. Deshalb birgt das Urteil aus Sicht von Kennern einige innenpolitische Brisan, weshalb auch die kambodschanische Botschaft in Bangkok entsprechend gesichert wird. Ein erhöhtes  Polizeiaufgebot und Betonbarrieren sollen die Botschaft sichern. Schulen in der Nähe der Botschaft Kambodschas sind aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Auch Schulen im Grenzgebiet wurden vorsorglich geschlossen.

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